Der ghanaische Sänger Daniel Dabi aus Oldenburg und Solomon Adonoo aus Detmold am Keyboard eröffnen die Ghana- und Togotage in der Christuskirche in Detmold.

Einheit und Vielfalt

Lippische Ghana- und Togotage in Detmold mit Konzert gestartet

Detmold. Unter dem Motto „Einheit und Vielfalt“ sind in der Christuskirche Detmold die fünften Lippischen Ghana- und Togotage eröffnet worden.

Veranstalter ist die interkulturelle Gemeinde „Together in Christ“ gemeinsam mit der Lippischen Landeskirche. Die Veranstaltungsreihe bietet Einblicke in die Partnerschaftsarbeit mit Kirchen in Ghana und Togo und setzt Impulse für interkulturellen Austausch.

Zum Auftakt begeisterte der ghanaische Sänger Daniel Dabi die Gäste mit einem musikalischen Crossover-Konzert. Geistliche Lieder in Ewe, Englisch und Deutsch sorgten für eine lebendige Atmosphäre. Begrüßt wurden die Besucher von Dieter Bökemeier, Pfarrer für Diakonie, Ökumene und Migration, der auch die begleitende Kunstausstellung eröffnete.

Humorvoll führte Daniel Dabi aus Oldenburg durch das Programm. Spontan begleitet wurde er am Keyboard von Solomon Adonoo, der ebenfalls aus Ghana stammt, an der Hochschule für Musik Detmold Horn studierte und heute unter anderem den Posaunenchor der evangelisch-reformierten Kirche in Oerlinghausen leitet. Dabi, der als Süd-Nord-Freiwilliger der Norddeutschen Mission nach Deutschland kam, begleitete seine Lieder rhythmisch auf der Cajón.

Bereits der Eröffnungssong „Lean on Me“ animierte viele Gäste zum Mitklatschen. Mit sanften Klängen des Keyboards leitete Adonoo das hymnische Lied „Akpe“ („Danke“) ein, das in Ghana als Dank für Gottes Liebe gesungen wird. Mehrere Gäste stimmten spontan mit ein. Auch das Kirchenlied „Lobe den Herrn meine Seele“ wurde gemeinsam mit dem Publikum als Kanon angestimmt.

Besonders schwungvoll präsentierte sich das afrikanische Lied „Dedi meteanu“ („Gottes Liebe ermüdet nicht“), zu dem einige Besucher mittanzten. Daneben erklangen bekannte deutschsprachige Stücke wie „Die Gedanken sind frei“ sowie „Wo Menschen sich vergessen“ und „Vergiss es nie“. Mit „Three Little Birds“ von Bob Marley setzte das Konzert ein hoffnungsvolles Zeichen gegen die Sorgen des Alltags. Den Abschluss bildete das afrikanische Abschiedslied „Think of Me“.

In der Konzertpause wurde die Ausstellung „Ein Antlitz verleihen“ des togoischen Malers Attikpasso Lawson eröffnet. Seine Bilder sind noch bis zum 25. Mai montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr in der Christuskirche zu sehen. Lawson lebt seit einigen Jahren in Erfurt und beschäftigt sich in seinen Werken mit dem Leben eines Togoers in Deutschland und Problemen seiner Heimat. Seine Kunst schenkt dem Verborgenen „ein Antlitz“ und macht Menschen und Erfahrungen sichtbar, die oft übersehen werden. Die Ausstellung verleiht dem Verborgenen nicht nur ein Gesicht, sondern ein Antlitz, das die Schönheit und den Respekt zum Ausdruck bringt. Das Verachtete tritt aus dem Schatten und erstrahlt als Offenbarung im neuen Antlitz.  

Auch in den kommenden Tagen erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm. Dazu gehören ein Film- und Gesprächsabend unter dem Titel „Togoland Projektionen“, ein Stadtrundgang zur Kolonialgeschichte Detmolds, Konzerte sowie die „Lippe-Convention People of Color“, die Raum für Begegnung und Austausch schaffen möchte.

Den Abschluss der Ghana- und Togotage bildet am 24. Mai eine Finissage der Ausstellung mit einem Künstlergespräch in der Christuskirche. Ergänzt wird das Programm durch eine Chorbegegnung des Projektchors „Efoa“ mit der Kantorei der Christuskirche sowie Workshops für Schülerinnen und Schüler der Bach-Schule zum Thema Trommelmusik und Schulalltag in Ghana.

Unterstützt werden die Veranstaltungen unter anderem von der Norddeutschen Mission, Brot für die Welt, dem Katholischen Fonds sowie weiteren Sponsoren.

Informationen zum Programm der Ghana- und Togotage unter www.togetherinchrist.de

 

12.05.2026