Bewahrung der Schöpfung - Umwelttipp des Monats Juli 2009
Energiesparender PC II
Bereits beim Kauf eines Computers stellt man die Weichen für den späteren Stromverbrauch. Ein Gerät sollte nicht überdimensioniert sein. Denn das verbraucht mehr Strom als nötig und ist meist teurer in der Anschaffung. Wenn Sie einen Rechner nur für Textverarbeitung und das Surfen nutzen möchten, brauchen Sie sicher keinen Videoschnittplatz. Am besten, man lässt sich vom Fachhändler beraten und stellt den Computer individuell nach den eigenen Bedürfnissen zusammen. Das lohnt sich auf jeden Fall, wie ein paar Zahlenbeispiele verdeutlichen: Ein sparsamer Multimedia-PC kommt bei einem vierstündigen Betrieb am Tag auf 88 Kilowattstunden pro Jahr, ein Energiefresser dagegen auf 256 kWh. Der Strombedarf eines Gamer-PCs kann sogar 767 kWh betragen. Notebooks schneiden am besten ab. Ein sparsames Multimedia-Modell benötigt nur 29 kWh. Auch in finanzieller Hinsicht lohnt es sich, darauf zu achten. Im Jahr zahlt man bis zu 140 € weniger.
Was vielfach nicht bedacht wird. Auch bei der Herstellung entsteht Kohlendioxid, und es wird viel Wasser verbraucht. Außerdem stecken in jedem elektronischen Bauteil seltene Metalle wie Gold, Silber oder Platin. Deren Abbau erfolgt unter Energieaufwand und dem Einsatz von Wasser und oft gelten in den Abbauländern nur geringe bis keine Umweltstandards.
Deswegen sollte man vor dem Kauf eines neuen Computers prüfen, ob der alte PC nicht nachgerüstet werden kann. Häufig genügt ein gezielter und preiswerter Austausch einzelner Bauteile. Das ist möglich, wenn die Leistung gesteigert werden soll oder wenn man mehr Arbeitsspeicher braucht. Der Tausch der Festplatte erhöht die Speicherkapazitäten und macht den PC schneller. Eine neue Grafikkarte kann den Bildaufbau beschleunigen.
Wenn der alte PC dennoch entsorgt werden muss, dann nehmen die örtlichen Recyclinghöfe das Gerät kostenlos entgegen. Denn alte Computer und Fernseher sind wahre Rohstofflager.
Weitere Informationen sowohl zum Neukauf als auch zum Nachrüsten erhalten Sie in der Broschüre „Computer, Internet und Co“. Das Heft erhalten Sie kostenlos beim Umweltbundesamt unter www.umweltbundesamt.de.
02.07.2009
