„Stiftung sichert Zukunft“

Evangelische Gemeindestiftung Lippe

Geben Auskunft zur Evangelischen Gemeindestiftung Lippe: Anja Halatscheff (Projektleitung Fundraising Lippische Landeskirche) und Pastorin Iris Beverung. (von links)

Kreis Lippe. Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder mit älteren Menschen, Diakonie, Denkmalschutz - die Aufgaben einer Kirchengemeinde sind vielfältig – und sie kosten Geld. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer reichen schon heute nicht mehr aus, um jede notwendige Stelle in der Jugendarbeit oder jeden Kirchturm, der restauriert werden muss, zu finanzieren. In den kommenden zehn Jahren erwartet die Lippische Landeskirche einen Rückgang des Kirchensteueraufkommens um rund 30%. Gemeindearbeit muss jetzt vor Ort langfristig gesichert werden. Die Synode, das „Kirchenparlament“, hat darum den Aufbau einer Evangelischen Gemeindestiftung Lippe beschlossen.

Anja Halatscheff, Fundraiserin der Lippischen Landeskirche, und Pastorin Iris Beverung (Wöbbel) sind Mitglieder der Arbeitsgruppe Stiftung in der Lippischen Landeskirche. „Die Situation der jeweiligen Kirchengemeinden ist sehr unterschiedlich. In der einen ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein Thema, in einer anderen ist der Schwerpunkt eher die Kirchenmusik oder der Erhalt der denkmalgeschützten Kirche“, erklärt Anja Halatscheff. Darum ist der Satzungszweck der Stiftung breit gefasst.

Wie aber kann die gewünschte Beteiligung aus den Kirchengemeinden an der Evangelischen Gemeindestiftung Lippe aussehen?

Es gibt unterschiedliche Modelle: die Kirchengemeinden haben zunächst die Möglichkeit, einen eigenen Stiftungsfonds für ihre Arbeit vor Ort zu gründen. Iris Beverung: „Die Evangelische Gemeindestiftung Lippe übernimmt dann als Dachstiftung die Verwaltungsarbeit.“ So können die Erträge aus dem Fonds ohne Abzüge zur Verfügung gestellt und die kirchengemeindliche Arbeit vor Ort unterstützt werden.

Eine zweite Variante ist die Gründung einer rechtlich unselbstständigen Stiftung, die unter dem Namen und nach dem Willen eines Stifters ebenfalls für einen bestimmten Zweck oder ein Projekt gedacht ist. So haben Gemeindeglieder die Möglichkeit, Projekte in ihrer Kirchengemeinde zu unterstützen und auf Dauer zu erhalten. Anja Halatscheff und Iris Beverung stehen sowohl Kirchengemeinden als auch Stifterinnen und Stiftern gerne beratend und begleitend zur Seite.

Dass die Form der Stiftung ein wichtiges Instrument der Zukunft wird, um gemeindliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder auch mit Kranken und Bedürftigen zu erhalten, davon sind Anja Halatscheff und Iris Beverung überzeugt. Man müsse sich allerdings bewusst machen, dass dieses Modell auf Dauer angelegt sei und erst auf lange Sicht nennenswerte Erträge bringe. Iris Beverung: „Wichtig ist, jetzt anzufangen, um die Zukunft zu sichern.“ Kontakt: Anja Halatscheff, Tel.: 05231/976-726, E-Mail: anja.halatscheff@lippische-landeskirche.de oder Pastorin Iris Beverung, Tel.: 05233/953178, iris.beverung@t-online.de.

22.06.2007

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