„Credoweg“ auf dem Kirchentag

Lippisches Team präsentiert auf dem Kirchentag in Köln das Projekt „Credoweg“ und eine Schatzsuche für Jugendliche

Großes Interesse auf dem Kirchentag in Köln an der mobilen Erlebnisausstellung "Credoweg" aus Lemgo-Lieme.

Kreis Lippe/Lemgo-Lieme. Eine mobile Erlebnisausstellung präsentiert ein Team aus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lieme auf dem Kirchentag vom 6. bis 10. Juni in Köln. Der „Credoweg“ will Wege zur Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben bieten. Für Jugendliche hat das Credoweg-Team zusätzlich eine „Schatzsuche“ vorbereitet, bei der Jugend- und Konfirmandengruppen selbständig auf Erkundungstour über den Kirchentag gehen und dabei Interessantes entdecken können.

Bei der Schatzsuche fordern Aufgaben auf einem Erlebnisweg rund um den Markt der Möglichkeiten die Jugendlichen dazu auf, Alltägliches aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und dabei Spuren des Glaubens zu erkennen. Auf der Website  www.credoweg.de/schatzsuche  findet sich dazu eine „Schatzkarte“. Sie stellt konkrete Aufgaben, die von den Gruppen in ein bis zwei Stunden gelöst werden können und anschließend mit einem Mitglied aus dem Credoweg-Team am Stand auf dem Markt der Möglichkeiten besprochen werden. Aus einer Schatztruhe mit Gegenständen, die etwas mit dem christlichen Glauben zu tun haben, darf jedes Gruppenmitglied einen Gegenstand aus der Truhe mitnehmen, soll dafür aber einen anderen gleichwertigen Gegenstand hineinlegen (Fisch, Kreuz, Spruchkarte, Halstuch, Kirchentagskugelschreiber,…) So entsteht ein Austausch über das, was die Jugendlichen mit dem Glauben verbinden.

Diese extra für den Kirchentag entwickelte Schatzsuche ist sozusagen ein Ableger des Projektes „Credoweg“, einer Ausstellung zum Anfassen und Ausprobieren, die das Team aus Lieme entwickelt hat und ebenfalls auf dem Kirchentag vorstellen wird. Stationen des Credoweges sind zum Beispiel eine schwankende Brücke, die über einen Sorgenweg führt, ein freier Stuhl an einem gedeckten Tisch, darum versammelt Skulpturen, die von ihrer Lebensgeschichte erzählen, ein Kompass, daneben ein Fernseher, ein Goldbarren und ein Handy – „Für viele Menschen sind Sprache und Praxis des christlichen Glaubens unverständlich geworden. Es ist notwendig und möglich, Brücken zu bauen und Inhalte so darzustellen, dass eine selbständige Auseinandersetzung stattfinden kann“, erklärt Pfarrer Fred Niemeyer vom Credoweg-Team. Einzelne Stationen öffneten unterschiedliche Zugänge, „sie machen neugierig und regen zum Nachfragen an. Menschen finden Impulse, die zur Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und dem eigenen Glauben anregen. Credo heißt übersetzt „Ich glaube“ und weist daraufhin, dass Glaube persönlich geprägt, verantwortet und gelebt wird.“

Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann schreibt über den Credoweg:

 „Das Projekt Credoweg geht behutsam mit den Menschen um, indem es deren Erfahrungen, Überzeugungen und Fragen achtet und mit dem christlichen Glauben ins Gespräch bringt. Einen ähnlich behutsamen Weg hat Jesus gewählt, als er den Menschen Gleichnisse erzählte, die Alltagserfahrungen aufnahmen und diese Erfahrungen zugleich in ein neues Licht rückten.“  Weitere Informationen zum Credoweg und zur Schatzsuche für Jugendliche: www.credoweg.de.

08.06.2007

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