Perspektiven für die Lippische Landeskirche

34. Lippische Landessynode will Entscheidungen für die Zukunft treffen

Kreis Lippe/Lage-Stapelage. Die Lippische Landessynode will in den kommenden vier Jahren die Weichen für die Zukunft der Lippischen Landeskirche stellen. Diesen Beschluss haben die Synodalen heute auf ihrer konstituierenden Tagung gefasst. Es soll in dieser Wahlperiode auch entschieden werden, ob die Lippische Landeskirche selbständig bleibt.

Wird diese Frage verneint, müssen mit benachbarten Landeskirchen Gespräche mit dem Ziel einer Konföderation oder einer Fusion aufgenommen werden. Soll die Lippische Landeskirche aber selbständig bleiben, ist nach Überzeugung der Synodalen eine konkrete Planung in einem überschaubaren Zeitraum bis zum Jahr 2017 notwendig. Auf den Prüfstand sollen unter anderem die Struktur bzw. die Arbeitsbereiche und die Finanzierung des Landeskirchenamtes sowie die Personalplanung für den Pfarrdienst. Weitere Überlegungen für die Zukunft betreffen das künftige  Miteinander der Konfessionen in der Lippischen Landeskirche oder auch die Anzahl und den Zuschnitt der Klassen (Kirchenkreise).

Mit den entsprechenden Konzepten und Beschlüssen soll das theologisch geprägte Leitbild der Lippischen Landeskirche „Wege und Horizonte“ um einen konkreten Handlungsteil „Was wir wollen und was wir tun“ ergänzt werden. Mit dieser Planung will die Synode die noch zu erwartenden Spardiskussionen (Prognose: Verringerung der Gemeindegliederzahl, steigende Zahl von Versorgungsempfängern) rechtzeitig führen und in zehn Jahren (zum 500. Jubiläum der Reformation) als evangelische Kirche zukunftsfähig sein.

15.01.2007

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