Kooperation zum Reformationsjahr war ein voller Erfolg

Bemerkenswerte Ausstellungen zur Reformation begeisterten die Besucherinnen und Besucher in Lippe

Sind mit dem Erfolg der Reformations-Ausstellungen im Weserrenaissance-Museum und im Lippischen Landesmuseum zufrieden (v. l.): Dietmar Arends (Landessuperintendent Lippische Landeskirche), Anke Peithmann (Verbandsvorsteherin), Arne Brand (Allg. Vertreter der Verbandsvorsteherin), Horst-Dieter Mellies ( Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche), Dr. Vera Lüpkes (Direktorin des Weserrenaissance-Museums), Dr. Heiner Borggrefe (Kurator der Ausstellung im Weserrenaissance-Museum), Julia Schafmeister (Kuratorin der Ausstellung im Lippischen Landesmuseum), Andreas Mattke (Referat Kirche und Schule der Lippischen Landeskirche) sowie Dr. Michael Zelle (Direktor des Lippischen Landesmuseums).

Detmold. Das Reformationsjahr 2017 ist vorbei. In Lippe war das 500. Jubiläum der Thesenpublikation Martin Luthers Anlass zu einer bislang einmaligen Zusammenarbeit. Erstmals traten gleich drei Museen im Verbund auf und präsentierten alles rund um das spannende Thema Reformation. Unterstützt von der Lippischen Landeskirche, beleuchteten das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo, das Lippische Landesmuseum Detmold und das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo die unterschiedlichen Aspekte, die dieses weltbewegende Ereignis für das Leben in unserer Region hatte. Am heutigen Dienstag zogen die Kooperationspartner nun Bilanz.

Äußerst erfreut zeigten sich die Partner von den Besucherzahlen. Über 24.000 Gäste sahen die drei Sonderausstellungen. Beeindruckend, wenn man überlegt, dass in Lippe weder Thesen an Kirchentüren genagelt wurden, noch Martin Luther selbst jemals hier war. Doch die drei Ausstellungen mit den markanten Titeln „Glaube, Recht & Freiheit“ im Hexenbürgermeisterhaus, „Mach’s Maul auf“ im Weserrenaissance-Museum, sowie „Machtwort!“ im Lippischen Landesmuseum weckten Interesse. Dazu beigetragen hat auch das gemeinsame Marketingkonzept. Zusammen wurde unter dem Motto: „500 Jahre - 95 Thesen - 3 Museen“ geworben. Die drei Ausstellungsplakate waren einheitlich und mit hohem Wiedererkennungseffekt. Das erweckte Interesse und erreichte die Besucherinnen und Besucher.

Die Ausstellungsmacher zeigten, dass auch ein so „trockenes“ Thema sehr spannend präsentiert werden kann. Denn, die Reformation war alles andere als ein rein theologischer Komplex. Die Glaubenskonflikte erschütterten die Alltagswelt, das mittelalterliche Weltbild geriet ins Wanken, die Veränderungen wirken sich bis in unsere Gegenwart aus. Diese Ausrichtung der Ausstellungen kam bei den Besucherinnen und Besuchern gut an. Umfragen in den drei Häusern zeigen, dass die Museumsbesucher von diesen historischen Ereignissen regelrecht angesteckt wurden. Beeindruckt von dem interessanten Thema besuchten viele letztendlich alle drei Ausstellungen.

„Die Kooperation war in dieser Form für alle Beteiligten eine Premiere. Gemeinsam mit der Stadt Lemgo und der Lippischen Landeskirche haben wir sie erfolgreich umgesetzt. Ich freue mich sehr, dass an diesem großen Ausstellungsprojekt gleich zwei Museen des Landesverbandes Lippe beteiligt waren“, sagt Anke Peithmann, Vorsteherin des Landesverbandes Lippe.

Auch die Lippische Landeskirche ist äußerst angetan von der Zusammenarbeit. „Dass in der hiesigen Region gleich an drei Orten große Ausstellungen zum Reformationsjubiläum gezeigt wurden, unterstreicht die Bedeutung, die die Reformation in Lippe hat. Es war äußerst spannend, wie die verschiedenen Aspekte der Reformation beleuchtet wurden“, sagt Landessuperintendent Dietmar Arends.

Zufrieden waren auch die Besucherinnen und Besucher. Das beweisen jedenfalls die vielen überaus positiven Einträge in den Gästebüchern der drei Museen. Gelobt wurden beeindruckende Exponate, verständliche Texte und spannende Mitmachangebote. Ein Ergebnis, mit dem die Kooperationspartner außerordentlich zufrieden sind.

27.02.2018

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