Trägerschaft für Kindergärten prüfen

Lippische Landessynode empfiehlt Kirchengemeinden, die Trägerschaft für Kindergärten abzugeben

Kreis Lippe/Lage-Stapelage. Die Lippische Landessynode bittet die Kirchengemeinden zu prüfen, ob eine Übertragung der Trägerschaft an das Diakonische Werk der Lippischen Landeskirche oder die Fürstin-Pauline-Stiftung in Frage kommt. Auf diese Weise könnten Kosten reduziert werden.

Derzeit fördert die Landeskirche die Trägerschaft von Kindergärten mit einem Betrag von 50% des Trägeranteils an den anerkannten Betriebskosten. Diese Kosten werden in diesem Jahr voraussichtlich bei 982.000 Euro (Ansatz 2006: 762.000 Euro) liegen. Dadurch entsteht ein neues strukturelles Defizit im landeskirchlichen Haushalt. Auch die Kirchengemeinden sind durch die Kostensteigerungen stärker belastet. Es besteht nach Auffassung der Synode dringender Handlungsbedarf, die Kosten zu senken.

 

Neue Förderrichtlinie

Eine neue Förderrichtlinie hat zum Ziel, die Kindergärten in den Trägerverbünden Diakonisches Werk und Fürstin-Pauline-Stiftung zusammenzufassen. Ein Kindergarten in dieser Trägerschaft würde 50% der Verwaltungskostenpauschale erstattet bekommen.

Kirchengemeinden, die selbst Träger bleiben, erhalten weiterhin landeskirchliche Zuschüsse zu den anerkannten Betriebskosten. Da aber die Kosten stetig steigen und für die Landeskirche zu hoch werden, ist angedacht, diese Zuschüsse ab dem 1. Januar 2008 zu deckeln.

 

Evangelisches Profil schärfen

Weiterhin soll eine neue Richtlinie für Kindertageseinrichtungen in der Lippischen Landeskirche das evangelische Profil der Tageseinrichtungen fördern. Unter anderem soll verpflichtend ein Qualitätsmanagement eingeführt werden, das sich am Leitbild für Ev. Tageseinrichtungen in Lippe orientiert. Geplant ist, dass ab dem 1.1.2008 nur der Träger landeskirchliche Förderungen erhält, der diese Richtlinien zum evangelischen Profil einhält.

 

28.11.2006

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