Aufbruch zu neuen Ufern

Gottesdienstreihe „Profile“ war zu Gast in Heilig Kreuz Detmold

Semestereröffnungsgottesdienst. Mit Landessuperintendent Dietmar Arends, Prof. Dr. Christina Hoegen-Rohls, Prof. Ulrike Kerber (Hochschule OWL), Gemeindereferentin Annkathrin Tadday, Studentenpfarrerin Dr. Katharina Kleine Vennekate, Prof. Dr. Thomas Grosse (Rektor der Hochschule für Musik) und Professor Dr. Jürgen Krahl (Präsident der Hochschule OWL).

Kreis Lippe/Detmold. „Aufbruch zu neuen Ufern“ – unter diesem Titel stand der Semestereröffnungsgottesdienst, zu dem Lippische Landeskirche, Ev. Hochschulgemeinde, Hochschule für Musik, Hochschule OWL und katholische Kirchengemeinde in die Kirche Heilig Kreuz in Detmold eingeladen hatten. Prof. Dr. Christina Hoegen-Rohls (Münster) hielt die Predigt. Musikalisch gestalteten Studierende der Kirchenmusik den Gottesdienst.

Mit der virtuosen Orgeltoccata VII von Georg Muffat (1653-1704) eröffnete Anastasia Kovbyk den Gottesdienst, bevor Studentenpfarrerin Dr. Katharina Kleine Vennekate und Gemeindereferentin Annkathrin Tadday die Gäste begrüßten. Landessuperintendent Dietmar Arends betonte, dass ein Profile-Gottesdienst zum Lutherjahr in einer katholischen Kirche die Ökumene stärke. Den Predigttext (Mk. 10,17-27) las Prof. Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Franziska Classen intonierte das meditative Finale der „Partita sopra Veni creator spiritus“ von Zoltán Gardonyi (1906-1986).

Prof. Dr. Christina Hoegen-Rohls ging in ihrer Predigt auf Jesu Forderung an den reichen Jüngling ein: „Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib‘s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!“ Dies sei nicht nur metaphorisch gemeint. „Der Jüngling kann Jesus nicht folgen wegen seines Reichtums. Zu neuen Ufern bricht er nicht auf“. Hoegen-Rohls erinnerte an Franz von Assisi, der durch Papst Franziskus wieder populär geworden sei. „Der heilige Franz predigte nicht nur Armut, sondern hat bewusst Armut gelebt. Er ist das krasse Gegenteil des reichen Jünglings“.

Das Matthäusevangelium verknüpfe Besitzlosigkeit mit dem Streben nach Vollkommenheit. Die Reformatoren lehnten aber Vollkommenheit durch eigenes Streben ab. Daher brächten sie allen interpretatorischen Scharfsinn auf, um diese radikale Forderung zu entschärfen. Hoegen-Rohls: „Folgt man Calvin, so forderte Jesus den reichen Jüngling nur deshalb auf, seinen ganzen Besitz zu veräußern, um ihn zu der Erkenntnis zu führen, dass er diese Forderung gar nicht erfüllen kann und daher auf die Gnade Gottes angewiesen ist.“

Wir könnten mit der Radikalität der Forderung Jesu umgehen, „indem wir unsere materiellen und ideellen Güter teilen mit den Benachteiligten unserer unmittelbaren Umgebung!“ 

Der Gottesdienst war Teil der Reihe „Profile“ in der aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ in zwölf Gottesdiensten übers Jahr verteilt in Lippe profilierte Kirchenmusik und profilierte Gastprediger zu Wort kommen. Sie beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit dem lippischen Reformationsthema "gemeinsam frei". Weitere Termine: www.lippe2017.de.

02.11.2017

Drei Ausstellungen zum Thema Reformation

Drei Museen laden ein

Gleich drei bemerkenswerte Ausstellungen locken derzeit ins Lipperland. Ob im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo, im Lippischen Landesmuseum Detmold oder im Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo – passend zum Lutherjahr 2017 dreht sich in den drei Häusern alles um das spannende Thema Reformation.

Reformationsjubiläum 2017




Lippe feiert 500 Jahre Reformation - Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und weiterführende Links zu Terminen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2017 in Lippe sowie den Film über die Lippische Landeskirche "Für Euch da".

Kirche in Lippe - auf dem Weg bis 2030

Diskussionsprozess

Die Landessynode hat im Frühjahr 2016 den Landeskirchenrat beauftragt, den Diskussionsprozess zur künftigen Gestalt der Landeskirche unter der Leitfrage „Wie muss die Lippische Landeskirche aufgestellt sein, um als eigenständige Landeskirche auch in Zukunft ihre Aufgaben gut erfüllen zu können?“ auf den Weg zu bringen.
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