Wachbleiben gegen Afghanistan-Abschiebung

Kreis Lippe/Detmold. Zu einer Mahnwache aus Anlass einer neuen geplanten Sammelabschiebung aus Deutschland nach Afghanistan ruft ein Bündnis von mehreren Veranstaltern auf. Die Abschiebung soll laut verschiedener Quellen am kommenden Dienstag sein. In Lippe findet daher eine Mahnwache unter dem Titel „Wachbleiben“ in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober in der Versöhnungskirche der ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-West in der Martin-Luther-Straße 39 statt.

Beginn ist am Montagabend um 20 Uhr mit einem Friedensgebet. Anschließend wird es in der Kirche Musik, Kultur, Informationen und einen Imbiss geben. Teilnehmer können jederzeit kommen und gehen. Nach dem abendlichen Programm werden bis zum Morgen Menschen wachen und Solidarität mit denen zeigen, die in diesen Stunden wahrscheinlich an verschiedenen Orten in Deutschland zur Abschiebung abgeholt werden. Ob Personen aus NRW dabei sein werden, ist derzeit nicht bekannt. Jeder ist herzlich willkommen zu der Aktion – auch Menschen, die sich eventuell um die eigene Person Sorgen machen.

„Wir verstehen absolut nicht, wie der Bund und auch NRW an Abschiebungen nach Afghanistan festhalten können“, so Dieter Bökemeier, Pfarrer für Flucht und Migration der Lippischen Landeskirche. „Es ist humanitär nicht zu verantworten, was hier geschieht.“ Gerade habe es neue Anschläge in diesem Land gegeben. Auch ehemals als sicher bezeichnete Gebiete seien inzwischen von Gewalt und Unsicherheit geprägt.

Zu der Mahnwache laden neben der ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-West das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe, die Lippische Landeskirche, der Afghanische Kulturverein Lippe e.V., die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. und die Initiative Fluchtpunkt ein.

Aktuelle Informationen werden unter www.wachbleiben.info  zur Verfügung gestellt. Hier kann man sich auch in eine Mailingliste für weitere Mahnwachen eintragen.

20.10.2017

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