Dietmar Arends wiedergewählt

Hauptversammlung der Norddeutschen Mission

Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, ist als Präses (Vorstandsvorsitzender) der Norddeutschen Mission (NM) wiedergewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Am 9. und 10. Juni 2017 trafen sich die Delegierten der sechs Mitgliedskirchen der NM zu ihrer 195. Hauptversammlung in Detmold. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Wahl eines neuen Vorstands. Neben Arends bestätigte die Versammlung Pastorin Dr. Bertille Maditoma-Hetcheli von der Evangelischen Kirche in Togo (EEPT) in ihrem Amt als Vize-Präses. Außerdem wurde aus jeder der sechs Mitgliedskirchen je ein Vorstandsmitglied von der jeweiligen Kirchenleitung benannt, sowie ein zweites von der Hauptversammlung gewählt. Diese sind: für die Bremische Evangelische Kirche Pastor Horst Janus sowie Helmut Junk, für die EEPT Moderator Paul Avinou und Synodalsekretär Frédéric Bebefe, Moderator Dr. Seth Agidi und Synodalsekretär Emmanuel Amey (Evangelical Presbyterian Church, Ghana), die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg wird vertreten durch Bischof Jan Janssen und Pastorin Brigitte Gläser, für die Evangelisch-reformierte Kirche Pastor Thomas Fender sowie Pastorin Christine Oberlin. Angela Schafmeister wurde für die Lippische Landeskirche gewählt, eine weitere Person wird noch von der Kirchenleitung benannt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Hauptversammlung war das Thema „Gender und Diversity“. Die NM hatte 2013 „Leitlinien für mehr Gerechtigkeit“ verabschiedet. Bei der diesjährigen Versammlung ging es nun um eine Überprüfung der Umsetzung und um eine Weiterentwicklung. Theresa Pieper, Gleichstellungsbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, gab dazu in einem Vortrag theologische und praktische Anstöße. Dabei machte sie sich für die Auseinandersetzung mit Gender-Fragen in der ökumenischen Zusammenarbeit stark, wies aber auch auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen hin. So beinhalte die Anerkennung und gemeinsame kritische Reflektion der Spannungen, die sich aus der Vielfalt an Haltungen zum Thema Gender in den unterschiedlichen kulturellen Kontexten ergäben, die Chance für ein besseres gegenseitiges Verständnis und wechselseitige Lernprozesse.

Fortgesetzt wurde die Diskussion am nächsten Tag in Arbeitsgruppen, die so zusammengesetzt waren, dass jeweils alle sechs Kirchen vertreten waren.

Des Weiteren standen Berichte aus den Kirchen auf der Tagesordnung. Die Frauenkommission der NM informierte über die trinationale Konsultation, die im Oktober 2016 zum Thema „Herausforderung Plastikmüll und Elektroschrott“ in Togo stattgefunden hatte.

Gastgeberin der nächsten Hauptversammlung im Juni 2019 wird die Evangelische Kirche in Ghana sein.

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