NRW feiert Geburtstag – und die Kirchen feiern mit

Ein Gottesdienst zum Festauftakt und die Bibel zum Mit-Schreiben

Düsseldorf. Mit ihren Glocken werden die evangelischen und die katholischen Innenstadtkirchen in Düsseldorf am kommenden Samstag, 26. August, das Bürgerfest zum 60-jährigen Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen einläuten: Sie rufen zum ökumenischen Gottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, ins Festzelt neben dem Landtag. Die Predigt hält der westfälische Präses Alfred Buß, der Essener Bischof Dr. Felix Genn übernimmt die Liturgie. Auch Landtagspräsidentin Regina van Dinther und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wirken an dem Gottesdienst mit.

Die Vertreter der NRW-Kirchen – unter ihnen Präses Nikolaus Schneider für die Evangelische Kirche im Rheinland und Kirchenrat Andreas-Christian Tübler von der Lippischen Landeskirche – begleiten den Regierungschef nach dem Gottesdienst auch bei seinem Besuch an den Kirchenständen unterhalb der Rheinkniebrücke.

Dort steht eine aufblasbare Kirche mit zehn Meter hohem Turm: In ihr öffnen die drei protestantischen Landeskirchen für die Zeit des zweitägigen Bürgerfests erstmals gemeinsam eine (Wieder-)Eintrittsstelle. Da der Austritt aus der Kirche die Taufe nicht ungültig macht, ist der Wiedereintritt ohne großen formalen Aufwand möglich: Wer wieder aufgenommen werden möchte, füllt eine Urkunde aus, die an die zuständige Kirchengemeinde weitergeleitet wird. Mitzubringen sind der Personalausweis und (wenn möglich) die Taufbescheinigung.

Rund um die Kirche informieren kirchliche Gruppen und Initiativen über ihre Arbeit. Dazu gehören unter anderem die Friedensdienste, das Projekt „Kirche und Wirtschaft gemeinsam gegen Aids“, die Vereinte Evangelische Mission und die Fußball-Aktion „Fair Play : Fair Life“, die auch zum Torwandschießen einlädt.

 

Nordrhein-Westfalen schreiben ihre Bibel

Zum Mitmachen sind Rheinländer, Westfalen, Lipper und natürlich deren Gäste auch ein Stück rheinabwärts eingeladen: Am Rathausufer wird die NRW-Bibel geschrieben – und alle können mitmachen! An einem Stehpult liegt ein Foliant bereit, in den die Besucherinnen und Besucher ihre Lieblings-Bibelstelle, gerne auch einen Liedvers oder Spruch, schreiben können. Sensoren im Stift übertragen die Schrift auf eine Großleinwand. So können die Vorrübergehenden zusehen, wie die NRW-Bibel entsteht.

Nebenan präsentieren sich Diakonie und Caritas mit ihrer Arbeit. Pastorinnen und Pastoren sowie andere Mitarbeitende der Kirche stehen im benachbarten „Zelt der Begegnung“ gerne für Gespräche zur Verfügung.

 

Andachten im Landtag

Im bunten Trubel des NRW-Fests sorgen die Kirchen aber auch für Atempausen: Im „Raum der Stille“ des Landtags (Raum E 1 D 12 im Erdgeschoss) finden am Samstag um 12, 14 und 16 Uhr evangelische Kurzandachten statt; am Sonntag um 10, 12, 14 und 16 Uhr.

Eine evangelische „Spezialität“ gibt es während des Tages der offenen Tür des Landtags von der Außenempore des Parlaments am Rhein zu hören: Samstag und Sonntag spielen Posaunenchöre dort jeweils um 11.45, 13.45, 15.45 und 17.45 Uhr; am Sonntag zusätzlich auch um 9.45 Uhr.

24.08.2006

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