Tagung fragt nach: Der Mensch als Rohstoff?

Die drei evangelischen Landeskirchen in NRW laden ein

Kreis Lippe/Iserlohn. Die Stammzellforschung ist umstritten. Von ihr werden neue Heilungschancen erhofft, zum Beispiel für Herzinfarktpatienten, Diabetiker und Demenzkranke. Befürchtet wird, dass die Erwartungen übersteigert und unerfüllbar sind und aus Gewinnstreben unverantwortlich mit menschlichem Leben umgegangen wird. Zur Diskussion mit namhaften Forschern laden die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche in Kooperation mit dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW ein.

Die Tagung mit dem Titel „Der Mensch als Rohstoff? Die Kontroverse um die Stammzellforschung“ beginnt am Freitag, 23. Juni 2006 um 19 Uhr und endet am Sonntag, 25. Juni 2006 um 13 Uhr. Tagungsort ist die Evangelische Tagungsstätte Haus Ortlohn, Berliner Platz 12, 58638 Ortlohn.

Nach einer Begrüßung durch Präses Alfred Buß, Evangelische Kirche von Westfalen, und Prof. Dr. Dieter Birnbacher, Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW, steht das Einführungsreferat von Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär a.D. im Bundesministerium für Bildung und Forschung, auf dem Programm. Am Samstag folgen weitere Referate mit Aussprache von bekannten Stammzellforschern, Juristen, Ethikern und Arbeitsgruppen. Die Tagung schließt am Sonntag Morgen mit einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Stammzellforschung, an der Rene Röspel MdB (SPD), Dr. Konrad Schily MdB (FDP) und Dr.Tobias Cantz, Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin (Münster) teilnehmen. Nach allen Programmeinheiten sind Diskussionen vorgesehen. Nähere Informationen zu Anmeldung, Tagungskosten, Wegbeschreibung und Programm erhalten Sie unter Telefon 02371 / 3520 oder im Internet unter www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen. Es besteht auch die Möglichkeit der Onlineanmeldung.

06.06.2006

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