Chancen für das Berufsleben

Erfolgreiche Maßnahme für Langzeitarbeitslose bei der Diakonie in Lippe

Kreis Lippe. Das Diakonische Werk der Lippischen Landeskirche zieht eine positive Bilanz ihrer „Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose“. Die erste Maßnahme von Mai 2005 bis April 2006 ist erfolgreich abgeschlossen worden.

Das Diakonische Werk organisiert so genannte Arbeitsgelegenheiten in ihren Mitgliedseinrichtungen der Alten- und Behindertenpflege. Vermittelt werden die Interessenten durch die ARGE „Lippe pro Arbeit gGmbH“.Voraussetzung für eine Vermittlung ist die Gemeinnützigkeit der Tätigkeit, außerdem dürfen die Arbeitsgelegenheiten keine sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitsplätze ersetzen. Hierauf achten insbesondere die Mitarbeitervertretungen der diakonischen Einrichtungen.

 „Die Langzeitarbeitslosen, die sich bewusst für einen Einsatz im sozialen Bereich entschieden hatten, waren motiviert und engagiert“, berichtet Ruth Gantschow vom Diakonischen Werk. „Für einige war dies der Beginn einer neuen beruflichen Tätigkeit, für andere der Start in eine Ausbildung“.

Arbeitsgelegenheiten im sozialen Bereich gibt es zum Beispiel in Altenheimen: „Tätigkeiten hier sind Vorlesen, Gesellschaft leisten, Einkaufen und andere Serviceleistungen. Manche begleiten gebrechliche Menschen bei Arztbesuchen. In der Behindertenhilfe sind Langzeitarbeitslose persönliche Begleiter von Menschen mit Behinderungen im Alltag, in den Wohngruppen oder auch in den Werkstätten für Behinderte.“

Sechs Stunden täglich arbeiten die Teilnehmenden in den Einrichtungen. In einem theoretischen Teil lernen sie außerdem die Besonderheiten der jeweiligen Einrichtung und Grundlagen für die Arbeit mit Menschen kennen. Aber auch ihre persönliche Entwicklung wird gefördert, zum Beispiel Bewerbungsunterlagen gemeinsam gestaltet und besprochen. Findet ein Teilnehmer/in eine Arbeitsstelle, kann er oder sie die Maßnahme jederzeit beenden.

Das Diakonische Werk und Teilnehmende selbst bewerten die Maßnahme mit dem geregelten Tagesablauf und einem kleinen Nebenverdienst von 1,50 Euro pro Stunde als positiv. Die Anerkennung der Kollegen und der Dank der behinderten und alten Menschen vermittle Zufriedenheit und das Gefühl, gebraucht zu werden. Im Mai 2006 ist eine weitere Maßnahme mit 30 Plätzen gestartet.

02.06.2006

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