Theaterstück für Gehörlose und Hörende

„Stattgespräch“ in Lemgo lässt „Hermanns Schlacht“ dolmetschen

Kreis Lippe/Lemgo. Die Lemgoer Theatergruppe „Stattgespräch“ führt das Stück „Hermanns Schlacht“ am Samstag, 23. und Samstag, 30. Januar für Gehörlose und Hörende auf. Zwei Gebärdendolmetscherinnen werden im Kulturbahnhof übersetzen.

In dem Stück geht es darum, dass zur Aufführung des historischen Dramas „Die Hermannsschlacht“ von Kleist die angekündigten 40 Darsteller nicht kommen. Nur der kleine Statist „Hermann“ steht auf der Bühne. Er sagt die Vorstellung ab und bittet das Publikum, nach Hause zu gehen. Aber was ist, wenn keiner geht? Die Vorstellung beginnt jeweils um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 15 Euro.

Die Aufführungen sind eine Kooperation zwischen „Stattgespräch“ und der Lippischen Landeskirche. Bernd Joachim, zuständig für die landeskirchliche Gehörlosenarbeit: „Wir möchten gehörlosen Menschen ermöglichen, ein Theaterstück zu verstehen und zu genießen. Doch solche Angebote gibt es leider nur sehr wenige. Daher freuen wir uns, eine engagierte Theatergruppe gefunden zu haben, die ein Theatererlebnis für Gehörlose ermöglichen möchte und es gerne dolmetschen lässt. Ein gemeinsames Theatererlebnis für gehörlose und hörende Menschen ist für uns ein Stück verwirklichte und lebendige Inklusion.“ Infos auch unter www.stattgespraech.de.

18.01.2016

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