Kirchliche Lehrerlaubnis erteilt

Lehrerinnen und Lehrer erhielten Beauftragung für den Ev. Religionsunterricht

In Lage-Stapelage erhielten 17 Pädagogen aus Ostwestfalen und Lippe von Landespfarrer Günter Puzberg (3. von links) die Vokation.

Lage-Stapelage/Kreis Lippe. Der landeskirchliche Referent für Kirche und Schule, Landespfarrer Günter Puzberg, überreichte am Freitag (12. Mai) in Stapelage 17 Lehrerinnen und Lehrern die Vokationsurkunden für das Fach Evangelische Religionslehre. Dabei handelt es sich um die kirchliche Lehrerlaubnis, die nach dem nordrhein-westfälischen Schulgesetz und der Vokationsordnung der Kirchen Voraussetzung ist, um Evangelischen Religionsunterricht an Schulen erteilen zu dürfen.

In einer intensiven Arbeitswoche in Haus Stapelage beschäftigten sich die Lehrerinnen und Lehrer mit Grundfragen des Religionsunterrichts in der Zusammenarbeit von Staat und Kirchen. Sie arbeiteten intensiv mit dem biblischen Buch Rut, an grundsätzlichen Fragen der Gottesdienstgestaltung sowie an der Vorbereitung des eigenen Vokationsgottesdienstes. Diesen Gottesdienst stellten die angehenden Religionslehrer unter das biblische Wort des alttestamentarischen Buchs Rut: „Wo du hin gehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch.“ Im Gottesdienst und auf dem anschließenden Empfang wurden auch neue Lieder zum Buch Rut gesungen.

Aus Sicht der Pädagogen aus der Lippischen Landeskirche, der Ev. Kirche von Westfalen und einer Freikirche war ein Höhepunkt der Vokationswoche in Stapelage der Besuch der Pfarrkonferenz der Lippischen Landeskirche. Hier erlebten die Lehrer mit, wie der Wuppertaler Theologie-Professor Dr. Bertold Klappert den 120 lippischen Pfarrern über die theologischen Grundlagen des dringend notwendigen christlich-islamischen Dialogs referierte. Vertiefende Fragen richteten sie anschließend an Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann, der die von Landespfarrer Günter Puzberg geleitete Arbeitswoche besuchte. Im gemeinsamen Gespräch ging es außerdem um Fragen zum Verhältnis von Kirche und Schule, um gegenseitige Erwartungen beider Institutionen und um die an vielen Orten gute Zusammenarbeit.

15.05.2006

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