Ein buntes Bild

Jahresfest der Evangelischen Frauen in Lippe

Annette Stadermann (Mitte) und Brigitte Fenner konnten die Evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR, Petra Schulze (links), zum Jahresfest begrüßen.

Kreis Lippe. Bilder bestimmten das Jahresfest der Evangelischen Frauen in Lippe (EFiL). Die, die im Kopf entstehen, die, über die wir nachdenken, aber die uns nicht beherrschen sollen.

Unter der Überschrift „Du sollst Dir (k)ein Bildnis machen“ bot der Nachmittag im Kurhaus Bad-Meinberg selbst ein buntes Bild.
Karl (Annette Kindler-Lurz) und Erna (Erika Lange) waren Teil des Bilder-Puzzles, das der Leitungskreis der Evangelischen Frauen sich ausgedacht hatte. Sie nahmen die rund 350 Besucherinnen mit ins Bett. In dem lösten plötzliche Stimmen – „Die Leiche muss weg“ - mächtig Unruhe und ganz viel Kopfkino aus, bis Karl sich schließlich auf den Weg machte, ein Radio als Ursache für die Störung entdeckte, es ausmachte und die Bilder von Einbruch und Mord verschwanden.
Das Radio und das, was Wortbeiträge bei den Zuhörern auslösen, war ein weiteres Puzzleteilchen zum Bild des Nachmittags. Es war Landespfarrerin Petra Schulze, Evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR, die in ihrem Vortrag „Kino im Kopf“ über die Wirkung von Bildern sprach und dass wir uns fragen müssen, wie Bilder im Kopf entstehen und wann sie starr und unbrauchbar werden. Kunst durchbreche als Korrektiv unsere Vorstellungen, meinte sie: „Wenn wir mit kreativen Methoden an die Dinge herangehen, werden wir viel mehr wahrnehmen“.
Für einigen kreativen Input sorgten auch Annette Wolf und Waltraud Huizing mit viel Filmmusik, die genauso für Kopfbilder sorgte, wie etwa das gemeinsame Teekesselchen-Raten. „Sie haben sich amüsiert, geraten und mitgemacht“, zog schließlich Pfarrerin Brigitte Fenner das Fazit des Nachmittags, den sie mit einer Andacht zum 2. Gebot „Du sollst Dir kein Bildnis machen…“ abschloss. Sie stellte fest, dass Verstand und Lernen nicht ohne Bilder funktionieren, dass ein Gottesbegriff ohne Bilder leer bleibt. Fenner: „Wir brauchen Bilder und müssen sie beherrschen. Spielen wir mit den Bildern, aber beten wir sie nicht an“.
 

29.09.2015

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