Auf neuen Wegen

Die Evangelische Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche ist neu organisiert

Freuen sich über das neue Werk „Evangelische Frauen in Lippe“: (v.l.) Elisabeth Mellies, Iris Kruel, Anette Stadermann, Monika Korbach, Erika Lange, Brigitte Fenner, Marlis Steffestun.

Kreis Lippe/Detmold. Eine zukunftsweisende Entscheidung hat die Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche auf ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung (am 23. März) getroffen: Die traditionelle Ev. Frauenhilfe verbindet sich mit der offenen Frauenarbeit zu einem gemeinsamen Werk Evangelische Frauen in Lippe (EFiL). Damit öffnet sich die Evangelische Frauenarbeit für alle interessierten Frauen in Lippe und versteht sich bewusst ökumenisch.

Dieser Schritt wurde von allen Anwesenden als zeitgemäße Entscheidung empfunden. Äußerer Anlass war die Klassenreform der Lippischen Landeskirche. Seit Anfang des Jahres gibt es statt wie bisher sieben nur noch fünf Klassen (Kirchenkreise). Damit musste für die Frauenarbeit ein neuer Wahl- und Besetzungsmodus gefunden werden, der sicher stellt, dass Frauen aus allen Regionen der Lippischen Landeskirche Mitspracherecht behalten. Gleichzeitig sollte gewährleistet bleiben, dass der Leitungskreis der Evangelischen Frauen in Lippe mit jetzt 15 Personen groß genug bleibt, um das weithin ehrenamtlich vorbereitete Angebot der Frauenarbeit aufrecht zu erhalten. Ob Frühjahrstreffen, Jahresfest, Weltgebetstag, Rundbrief oder Arbeitshilfen - im Leitungskreis wird vieles erarbeitet. Anliegen aus den gemeindlichen Frauengruppen werden aufgegriffen und in die gesamtkirchliche Arbeit integriert. Gesellschaftliche Prozesse, wie das Familienpapier der EKD, das Thema Organspende, Lohngleichheit für Frauen oder die Situation von Flüchtlingen werden ebenfalls in den Blick genommen.
Trotz der Neuorganisation fühlen sich die Evangelischen Frauen in Lippe dem Erbe der Ev. Frauenhilfe weiterhin verpflichtet. 1938 wurde sie als bewusstes Gegenüber zu den NS-Frauenschaften gegründet. In der Nachkriegsgeschichte hat sie Frauen ganz praktisch unterstützt und sich später zu einem Ort der Bildung entwickelt. Dies alles ist in der Präambel der neuen Ordnung festgehalten.
 

30.03.2015

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