Tsunami-Hilfe aus Lippe

Gossner Mission informiert über Wiederaufbau auf den Andamanen

Lippische Spenden halfen zum Beispiel Wellblech für neue Häuser zu bezahlen.

Kreis Lippe/Detmold. Die Menschen auf den Andamanen und Nikobaren hatten nach der riesigen Flutwelle nichts mehr: Kein Dach über dem Kopf, keine Kleidung, nichts zu essen. Mehr als 35.000 Euro haben Lipper über die Gossner Mission für Tsunami-Opfer auf der Inselgruppe im Indischen Ozean gespendet. Jetzt informierte die Gossner Mission in einem Pressegespräch in Detmold über die Verwendung der Gelder und den Fortschritt des Wiederaufbaus auf den Inseln.

Die Gossner Mission, mit der die Lippische Landeskirche zusammenarbeitet,  ist der evangelisch-lutherischen Gossner Kirche in Indien partnerschaftlich verbunden. Auch auf den besonders stark von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Andamanen und  Nikobaren gibt es Gemeinden dieser Kirche. Deren rund 10.000 Mitglieder sind hauptsächlich Adivasi, die zu den benachteiligten und ärmsten Menschen auf der Inselgruppe gehören. Die Gossner Mission konnte ihre Kontakte vor Ort nutzen und schnelle Hilfe leisten, unter anderem auch mit rund 35.000 Euro Spendengeldern aus Lippe. Jutta Klimmt, Öffentlichkeitsreferentin der Gossner Mission: „In den ersten Wochen nach dem Tsunami ging es um Soforthilfe. Es wurden Lebensmittel, Kleidungsstücke, Küchengeräte, aber auch Lernmittel wie Schulbücher und Stifte benötigt.“ Danach setzte die zweite Phase der Hilfe ein, in der vor allem der armen Bevölkerung beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Kirchen, die den Menschen auch als Gemeindezentren und Versammlungsstätten dienen, geholfen wurde. „Für uns war aber auch von Anfang an klar, unsere Hilfe soll nachhaltig wirken und eine Chance für die Menschen sein.“ So gibt es nun Fort- und Weiterbildungsprogramme und Seminare zum Beispiel zur Berufsorientierung für Jugendliche. Außerdem sind drei erdbebensichere Schutzgebäude geplant, in denen Trainings- und Berufskurse stattfinden sollen, um vor allem jungen Leuten und Frauen eine Perspektive zu bieten. Jutta Klimmt hat sich im November vergangenen Jahres selbst ein Bild über die Situation vor Ort gemacht: “Auf den größeren Inseln habe ich schon den Eindruck, dass vieles in Gang gekommen ist, während auf den kleineren Inseln im Süden die Menschen immer noch in Wellblechcontainern, die als Notbehelf errichtet wurden, zusammenleben.“  Weitere Informationen gibt es unter: www.gossner-mission.de.

15.03.2006

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