Vorbereitung auf den Weltgebetstag

Die Bahamas stehen 2015 im Mittelpunkt

Sie gestalteten den Vorbereitungsabend in Detmold: Brigitte Fenner, Nicole Bernardy, Susanne Tono und Renate Schröder (von links). Passend zum Thema kredenzten sie den Besucherinnen bunte Fruchtcocktails.

Kreis Lippe/Detmold. „Begreift ihr meine Liebe?“ – unter dieser Überschrift haben Christinnen von den Bahamas die Liturgie erarbeitet, nach der am Freitag, 6. März 2015, auf der ganzen Welt Gottesdienste zum ökumenischen Weltgebetstag gefeiert werden. Die Evangelische Frauenarbeit gab erste Informationen und Anregungen bei einem Vorbereitungsabend im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Detmold.

„Wir nehmen Sie heute mit auf eine weite Reise in ein strahlendes, sonniges Land“, begrüßte Brigitte Fenner, Pfarrerin für Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche, die Teilnehmerinnen. Gemeinsam mit Pfarrerin Susanne Tono sowie Nicole Bernardy von der evangelisch-methodistischen Gemeinde in Lage führte sie durch den Abend. Gastreferentin war Renate Schröder aus Bünde, welche die Besucherinnen mit einem Dia-Vortrag über die Bahamas informierte. Im Frühjahr hatte sie den Inselstaat mit einem ökumenischen Team bereist.
Karibische Gelassenheit, Calypso, Traumstände, türkisblaues Meer – die Bahamas sind vor allem als Urlaubsparadies bekannt. Doch Renate Schröder beleuchtete auch die weniger strahlende Seite des Landes, zu der gesellschaftliche Notlagen durch Armut, Krankheit, Perspektivlosigkeit und die hohe Verbreitung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen gehören.
Die Bahamas bestehen aus 700 Koralleninseln, von denen aber nur 30 bewohnt sind. Die meisten der 370.000 Einwohner leben auf der Insel New Providence in der Hauptstadt Nassau und in Freeport auf Grand Bahama, den kulturellen und wirtschaftlichen Zentren. Schulen und Gesundheitsversorgung gibt es, aber für weiterführende Bildung und aufwendigere Behandlungen muss man nach Nassau oder in die USA reisen. Auf den Bahamas erkranken besonders viele Frauen an Brustkrebs. Gesundheitsinitiativen wollen helfen, dass die Betroffenen vor Ort medizinisch versorgt und begleitet werden, wie Renate Schröder ausführte.
1492 landete Christoph Columbus auf den Bahamas, deren Name sich vom spanischen „baja mar“ (flaches Wasser) ableitet. Die Menschen auf den Inseln leben vor allem vom Tourismus. Durch den US-amerikanischen Bann auf Kuba seit 1961 verlagerte sich dieser auf die Bahamas und wächst seitdem stetig: 1,5 Millionen Menschen pro Jahr verbringen hier ihren Urlaub. Die englischsprachige parlamentarisch-konstitutionelle Monarchie gehört zum Commonwealth. Menschen aus Haiti bilden heute die größte Einwanderungsgruppe. Die Bahamas sind ein überwiegend christliches Land. Die Verfassung garantiert Religionsfreiheit.
 

01.12.2014

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