Gedenken an den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren

Ökumenische Schweigeminute am 1. August in Detmold

Detmold/Lemgo. Am 1. August vor 100 Jahren erklärte Deutschland Russland den Krieg. Dieser Krieg, der am 28. Juli 1914 von Österreich-Ungarn gegen das Königreich Serbien begonnen worden war, wurde damit zum Weltkrieg. Ca. 17 Millonen Menschen sind ihm zu Opfer gefallen. Und er hat auch darüber hinaus verheerende Wirkungen im weiteren 20. Jahrhundert gehabt.

In Detmold werden an diesem Freitag, 1. August, von 11.50 – 12.00 Uhr jeweils die großen Toten- oder Friedensglocken vieler Kirchen läuten. Um 12.00 Uhr findet dann auf dem Detmolder Marktplatz vor der Erlöserkirche eine ökumenische Schweigeminute statt. Detmolder Gemeinden verschiedener Konfessionen beteiligen sich daran und laden ein, im Gedenken an die Opfer 100 Jahre danach einen Augenblick inne zu halten.

Das Nagelkreuzzentrum St. Nicolai Lemgo lädt zusammen mit den Nachbargemeinden St. Johann, St. Marien und Vossheide zu einem Gedenkgottesdienst um 18.00 Uhr in die Nicolai-Kirche ein. Das Lemgoer Nagelkreuzzentrum ist Teil der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft, ein ökumenisches Netzwerk, das sich – in enger Verbindung mit der im 2. Weltkrieg von deutschen Bomben zerstörten und wiederaufgebauten Kathedrale von Coventry – für Frieden und Versöhnung einsetzt.

In Lemgo werden um 18.00 Uhr die Glocken der beteiligten Kirchengemeinden für 10 Minuten zur Mahnung und zum stillen Erinnern läuten, dabei stehen die Gottesdienstbesucher noch vor dem Hauptportal der Nicolai-Kirche. Auch viele weitere der über 60 deutschen Nagelkreuzzentren, wie z.B. die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, das Augustinerkloster in Erfurt oder die Frauenkirche in Dresden werden sich dem Glockengeläut anschließen. Danach wird im Gottesdienst der Opfer der „Urkatastrophe des 20. Jahrhundert“ (so der Historiker George F. Kennan) gedacht und für Frieden und Versöhnung gebetet. Im Zentrum des Gottesdienstes steht das Versöhnungsgebet von Coventry mit seiner siebenmaligen Bitte „Vater vergib“.

 

29.07.2014

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