Landeskirche vor drastischen Einschnitten

Sondersynode am 11. März steht vor schwierigen Beratungen

Kreis Lippe/Detmold. Die Synode der Lippischen Landeskirche, die am Samstag, 11. März, zu einer Sondertagung im Kirchlichen Zentrum in der Stiftung Eben-Ezer (Lemgo) zusammenkommen wird, steht vor schwierigen Beratungen. Der Landeskirchenrat (Kirchenleitung) wird den Synodalen vorschlagen, die Arbeit des Landeskirchlichen Dienstes (LKD) einzustellen. Entschieden wird darüber auf der Sommersynode am 19. und 20. Mai in Lage-Stapelage.

Sollten die Synodalen der Auflösung zustimmen, wären damit Kündigungen verbunden. Bis zu 24 Mitarbeitende mit unterschiedlichen Dienstumfängen wären hiervon betroffen. Soziale Gesichtspunkte sollen bei den Kündigungen geprüft werden.

Im Landeskirchlichen Dienst sind die Ev. Erwachsenenbildung, Ev. Familienbildung, Ev. Frauenarbeit, die Zentrale für evangelische Jugendarbeit und das Referat für Ökumenisches Lernen zusammengefasst.

Der Landeskirchenrat bedauert diesen Vorschlag, sieht aber keine Alternative zu dieser Maßnahme.

Die in den letzten Wochen bekannt gewordenen finanziellen Defizite, die sich unter anderem aus außerplanmäßigen Zahlungen für die Versorgungskasse der drei NRW- Landeskirchen ergeben, lassen keinen anderen Ausweg zu. Im Falle einer Schließung des LKD geht der Landeskirchenrat von jährlichen Einsparungen in Höhe von 700.000 Euro aus. Insgesamt wird der Landeskirchenrat der Synode einen Vorschlag über einzusparende Mittel in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro aus landeskirchlichen Mitteln vorlegen.

Weitere 1,6 Mio Euro pro Jahr sollen von den Gemeinden aufgebracht werden.

Da die Lippische Landeskirche auch künftig nicht auf Bildungsarbeit verzichten will, wird der Landeskirchenrat der Synode vorschlagen, unter den veränderten Rahmenbedingungen  ein Konzept „Erziehung und Bildung“ bis zum November 2006 zu erarbeiten.

23.02.2006

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