Für Gerechtigkeit einstehen

Dietmar Arends in das Amt des Landessuperintendenten eingeführt

Wirkten am Gottesdienst zur Einführung von Landessuperintendent Dietmar Arends (5. v.r.) mit: Pfarrer Ernst-August Korf, Kirchenrat Tobias Treseler, EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider, Präses Annette Kurschus, Dirk Henrich-Held (Synodaler), Präses Michael Stadermann, Gert Deppermann (Synodaler), Kirchenrat Dr. Arno Schilberg, Kerstin Koch (Synodale), Präses Manfred Rekowski, Generalsekretär Dr. Setri Nyomi, Superintendent Andreas Lange. v.l.

Kreis Lippe/Lemgo. Mit einem Gottesdienst im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer, Lemgo, ist Dietmar Arends am Sonntag (4. Mai) durch den Präses der Landessynode, Pfarrer Michael Stadermann, in das Amt des Landessuperintendenten der Lippischen Landeskirche eingeführt worden.

Zu den rund 400 Gästen zählten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Generalsekretär der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, Dr. Setri Nyomi, sowie der Amtsvorgänger des neuen Landessuperintendenten, der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Dr. Martin Dutzmann.

Als Vertreterin der Landesregierung nahm Familienministerin Ute Schäfer an der Einführung teil. Sie hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Lippischen Landeskirche hervor: „Sie ist zwar die kleinste, aber auch die älteste der Evangelischen Landeskirchen in NRW, tief verwurzelt in der Region mit einem starken Profil als kirchliche Gemeinschaft, die nah bei den Menschen ist.“ Das diakonische Engagement, die Flüchtlingsarbeit oder auch die schulische und außerschulische Bildung spielten eine große Rolle: „Ich freue mich deshalb auch ganz besonders, dass Ihnen die Diakonie und das Engagement der Kirche für soziale Gerechtigkeit besonders am Herzen liegen.“

Schwerpunkte, die Landessuperintendent Dietmar Arends in seiner Predigt benannt hatte: Christus, dem „guten Hirten“, zu folgen, bedeute, Wege zu gehen, die „uns nahe zu den Menschen führen, dort, wo wir als Gemeinden leben – und besonders zu denen, die Stärkung, Ermutigung und Trost brauchen.“
Arends sprach unter anderem das Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft in Frieden und Respekt, den Einsatz für Flüchtlinge, für von Armut Bedrohte und das Eintreten für Gerechtigkeit an: „Unser Weg wird uns dahin führen, wo wir für Gerechtigkeit in dieser Welt einstehen, in tatkräftiger Zuwendung und im Kampf gegen ungerechte Strukturen.“ Viele dieser Wege würden in Lippe schon gegangen. „Was ich in den ersten Wochen in dieser Kirche wahrgenommen habe, ist ein großer Reichtum des Kirche-Seins, ein großer Reichtum an solchen Wegen, die gegangen werden – wo Menschen genau das tun, auf dem Weg der Nachfolge das Leben zu bezeugen.“ Dabei seien sie nicht allein: „Andere Kirchen in der Nähe und in der Ferne, Nachbarinnen und ökumenische Partner sind auf gleichen Wegen unterwegs“, betonte Arends besonders in Richtung der Gäste aus Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche, aus Ghana, Togo, Südafrika, Litauen, Polen, Ungarn und Rumänien.

Viele Aufgaben und Herausforderungen warten auf den neuen Landessuperintendenten, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider in seinem Grußwort: „Und dennoch oder gerade deshalb wünsche ich Ihnen gleich heute, zu Beginn Ihrer Amtszeit, immer wieder Sabbattage. Wir Menschen brauchen je neu die Erinnerung, dass wir Geschöpfe Gottes sind. Wir brauchen die Erinnerung an das "Maß des Menschlichen". Wir brauchen "schöpferische Pausen", um die Menschen in unserem Umfeld und uns selbst nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch "maßvolle" Leitung lebt von diesem Rhythmus aus Arbeiten und Ruhen, aus Nähe und Distanz, aus sich einsetzen und sich beschenken lassen.“ Die Lippische Landeskirche biete viele Arbeitsfelder, in denen Arends in den nächsten Monaten und Jahren diesen Rhythmus leben könne: „Und ich hoffe und wünsche mir, dass Sie die Einsichten und Perspektiven, die Sie dabei gewinnen, auch in die Gemeinschaft der Gliedkirchen der EKD einbringen werden.“

Mit 172.000 evangelisch-reformierten und evangelisch-lutherischen Christen zählt die Lippische Landeskirche zu den kleineren der insgesamt 20 Landeskirchen in der EKD. Dietmar Arends war im November von der Landessynode zum neuen Landessuperintendenten gewählt worden. Zum 1. März hat er das Amt angetreten. Zuvor war er seit 2008 Pastor für Diakonie und Ökumene der Evangelisch-reformierten Kirche (Leer).


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Predigt im Einführungsgottesdienst

04.05.2014

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