Brutplätze im Kirchturm

Kirchengemeinde Langenholzhausen erhält NABU-Plakette

Rudolf Schulz, NABU Kalletal, Pfarrer Jörn Schendel, Rainer Laue (Tischler, beteiligt an der Turmsanierung/Schallöffnungen), Heinrich Kater (Vorsitzender Kirchenvorstand), Heinrich Mühlenmeier (Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche).

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Langenholzhausen ist mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU) ausgezeichnet worden. Mit Brutplätzen in ihrem Kirchturm trägt sie zur biologischen Vielfalt im Dorf bei.

Damit haben in Kalletal inzwischen alle fünf evangelisch-reformierten Kirchengemeinden die Plakette erhalten.
Mit dem Projekt „Lebensraum Kirchturm“ macht der NABU auf ein Problem bei Kirchturmsanierungen aufmerksam: Einfluglöcher und Brutnischen werden häufig zum Schutz gegen Tauben verschlossen. Ziel des Projektes ist es, die Brutplätze für Turmfalken und Dohlen, Schleiereulen, Fledermäuse und andere Arten zu erhalten und Kirchtürme wieder als Lebensraum zu öffnen. „Nach der gerade erfolgten Kirchturmsanierung bleiben in Langenholzhausen Mauersegler und Turmfalke weiter gern gesehene Bewohner im und am Turm“, freut sich Rudolf Schulz, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Kalletal: „Das wollen wir mit der Auszeichnung würdigen.“
Inzwischen haben 26 der 69 lippischen Kirchengemeinden das Signet erhalten und es können mehr werden, meint Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche: „Nach einer Umfrage in den Kirchengemeinden bieten fast 50 % der evangelischen Kirchen in Lippe Nistmöglichkeiten an. Dort finden die Vögel ausreichend Raum zum Brüten, ohne dass sie ins Innere der Kirchtürme gelangen. Zusätzlich finden sich in und an weiteren Kirchen Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse.“
Insgesamt sind sechs Jahre nach dem Start mehr als 730 Kirchen in Deutschland für ihren Einsatz für den Artenschutz mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet worden.
Weitere Informationen finden sich auf www.lippische-landeskirche.de/umwelt oder auf www.nabu.de.
 

16.04.2014

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