ZUSAMMENLEBEN gelingt

Landeskirche und Kreis sammeln Ideen für Projekte

Zusammenleben gelingt: Landrat Friedel Heuwinkel und Kirchenrat Tobias Treseler (von rechts) und freuen sich mit Sabine Beine, Alexandra Steeger, Semra Stroh, Sabine Hartmann, Brigitte Wenzel, Kornelia Schauf, und Heike Albrecht. (von links)

Kreis Lippe/Detmold. Straßenfest, Theater, Film, Workshop, Musik, Kunst, Pilgern – es gibt viele Möglichkeiten, um das gute Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Lippe zu verdeutlichen. Bei einer Ideenbörse, zu der der Kreis Lippe und die Lippische Landeskirche unter dem Motto „ZUSAMMENLEBEN gelingt“ eingeladen hatten, brachten rund 70 Teilnehmer ihre Ideen ein.

Die Initiative von Landeskirche und Kreis stieß auf großes Interesse. Privatpersonen und Vertreter verschiedenster Organisationen und Einrichtungen waren im Landeskirchenamt zusammen gekommen, unter anderem vom Jobcenter, von der Kreishandwerkerschaft, vom Netzwerk Lippe, von Kirchengemeinden, Integrationsinitiativen, diakonischen Einrichtungen und Stiftungen.
„Wir wollen nicht nur immer auf Probleme schauen, sondern auch einmal das Positive bekannt machen“, erklärten Sabine Beine (Integrationsbeauftragte Kreis Lippe) und Sabine Hartmann (landeskirchliche Referentin für ökumenisches Lernen) zum Hintergrund der Aktion.
Das Projekt soll im September dieses Jahres starten, wenn bundesweit die Interkulturelle Woche begangen wird. Mit verschiedensten Veranstaltungen soll dann ein Jahr lang, bis September 2015, das Zusammenleben vorgestellt werden. Eine Steuerungsgruppe wird das, was die Mitwirkenden auf die Beine stellen, sammeln und in einem Kalender veröffentlichen, erklärt Kornelia Schauf, Landespfarrerin für Ökumene und Mission und Moderatorin der Ideenbörse. Und Ideen gab es an diesem Abend bereits einige, vom Schreiben eines Buches über interkulturelle Wohngemeinschaften und gemeinsames interreligiöses Pilgern bis hin zum interkulturellen Kochen oder auch zur ehrenamtlichen Begleitung von Frauen für andere Frauen, die Hilfe brauchen.
Ein wichtiger Aspekt sei für ihn auch die Vernetzung, sagte Kirchenrat Tobias Treseler, „Menschen zu entdecken, die man vorher nicht im Blick hatte“.
Das ist etwas, was auch Mirkamol Mirsaidov vom Verein Integrationsperspektive besonders anspricht: „Wir erhoffen uns von diesem Projekt viele Kontakte.“ Für Flüchtlinge seien zum Beispiel Sprachkurse und das Kennenlernen von anderen Menschen von Beginn an sehr wichtig, um in der neuen Heimat gut anzukommen. „Das ist ein wechselseitiges Geben und Nehmen“, findet er und freut sich schon auf viele interkulturelle Veranstaltungen. Auch Bernd Joachim von der Beratung für Hörgeschädigte des Diakonischen Werkes ist mit dabei. „Ich denke, dies wird auch für gehörlose Menschen interessant, die ja ebenfalls oft ausgegrenzt sind, weil sie eine andere Sprache, die Gebärdensprache, sprechen.“ Bernd Joachim könnte sich zum Beispiel einen erweiterten Gehörlosenstammtisch, an dem auch Hörende aus verschiedenen Kulturen teilnehmen, vorstellen.
Viele Ideen sind an diesem Abend zusammengekommen und Kreis und Landeskirche zuversichtlich, dass „ZUSAMMENLEBEN gelingt“ ein bemerkenswertes Projekt wird. Landrat Friedel Heuwinkel: „Es wird künftig noch viel wichtiger werden, mit vielen Menschen zu diskutieren. Das ist ein Schatz und eine Bereicherung, wenn viele ihre Ideen mit einbringen.“
 

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