Kein bisschen leise

Buntes Jahresfest der Frauenhilfen in Bad Meinberg

Leitungsteam: Elisabeth Mellies, Iris Kruel, Gaby Thies, Anette Stadermann, Brigitte Fenner, Erika Rüter, Marlis Steffestun, Gudrun Südhoff mit Dr. Martin Dutzmann und Ilse Falk. (v.l.)

Kreis Lippe/Horn-Bad Meinberg. Seit 75 Jahren gibt es die Evangelische Frauenarbeit in Lippe. Der Rückblick auf die vergangenen Jahre und der selbstbewusste Blick auf die Gegenwart bestimmten das Programm beim Jahresfest der Frauenhilfen im Kurtheater.

Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann bestätigte der Evangelischen Frauenarbeit, dass sie, trotz ihres Alters, „kein bisschen leise“ ist und dass sie das auch oft in der Vergangenheit nicht gewesen sei. Er lobte die Arbeit und das Engagement der Frauen und die „geballte Lebenserfahrung“, die sie mit- und in die Gemeindearbeit einbringen. „Die Lippische Landeskirche gratuliert den Frauen, die das Gemeindeleben entscheidend mitprägen“, sagte Dutzmann und wünschte sich für die Zukunft mehr Frauen in landeskirchlichen Leitungspositionen.
Ilse Falk, die Präsidentin der Evangelischen Frauen in Deutschland, betonte in ihrem Festvortrag über die gesellschaftliche Bedeutung der Frauenhilfe, dass es wichtig sei, als evangelische Frauen sichtbar zu sein. Frauenarbeit heiße, sich „Gehör zu verschaffen“ und dazu müssten es auch „immer mal wieder Pauken und Trompeten sein“. Die Geschichte der Evangelischen Frauenarbeit lese sich fast wie die Geschichte der Frauenbewegung. „Frauen nehmen den gesellschaftlichen Wandel wahr und reagieren darauf“, so Falk.
Dies zeigte der Leitungskreis mit Pfarrerin Brigitte Fenner und Marlis Steffestun an der Spitze in einem musikalischen Auftritt, in dem die verschiedenen Rollenbilder in einer sich wandelnden Gesellschaft kritisch betrachtet wurden.
Mit einem bebilderten Rückblick auf 75 Jahre Frauenarbeit konnten auch Elisabeth Mellies und Iris Kruel die Besucherinnen im fast voll besetzten Kurtheater überzeugen. Sie ließen am Kaffeetisch die Vergangenheit Revue passieren und setzten wichtige Elemente der Frauenarbeit, beispielsweise die Bibel- und Gruppenarbeit, das Gespräch über Dinge, die Frau bewegen, und die damit verbundene Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins, in Szene.
Das Ensemble „Vinorosso“ trug musikalisch zur guten Stimmung und zum bunten Bild der Veranstaltung bei, das im Foyer des Kurtheaters durch die Präsentation von mit der evangelischen Frauenarbeit in Lippe zusammenarbeitenden Gruppen ergänzt wurde.

20.09.2013

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