Beistand in großer Not

Notfallseelsorge Lippe zieht Bilanz

Der Leiter der Leitstelle Lippe, Fred Bergmeyer, übergab Funkmeldeempfänger für den Alarmierungsfall an Christoph Pompe, Leiter der Notfallseelsorge (v.l.)

Kreis Lippe. Die Notfallseelsorge Lippe leistet im Unglücksfall – zum Beispiel bei plötzlichen Todesfällen zu Hause oder im Straßenverkehr – seelische Erste Hilfe. Im vergangenen Jahr wurde die Unterstützung der Notfallseelsorge, die im Auftrag der christlichen Kirchen tätig ist, 77 Mal angefordert.

Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (119 Einsätze) zurückgegangen. „Einen Grund hierfür sehen wir darin, dass in Lippe die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle abgenommen hat“, erläutert Christoph Pompe, Leiter der Notfallseelsorge Lippe. Er berichtete jetzt auf der Vollversammlung der ehrenamtlich tätigen Notfallseelsorger von den Einsätzen des vergangenen Jahres: In etwa 60% ging es in 2012 um die Begleitung bei häuslichen, jähen Todesfällen. Es gab leider auch erneut drei Todesfälle von jungen Menschen, deren Mitschülerinnen und Mitschüler vom Sterben ihrer Mitschüler informiert werden mussten.
„In diesen schwierigen Situationen hat sich in den vergangenen Jahren eine gute Absprache zwischen Schulpsychologischem Dienst, Schulleitung, Fachlehrer/innen Religion, Gemeindeseelsorge, Ev. Beratungszentrum, muslimischer Imam und Notfallseelsorge herausgebildet“, so Pompe.
Die insgesamt 24 Notfallseelsorger werden in Fortbildung und Supervision im Evangelischen Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche in Detmold unterstützt. Seit 1998 gibt es die Notfallseelsorge Lippe, die in enger Abstimmung mit den Rettungskräften zusammenarbeitet. Christoph Pompe: „Wir sind dankbar für die von Jahr zu Jahr wachsende Vertrauensbeziehung zur Polizei, dem Notärztlichen Dienst und der Feuerwehr.“

22.02.2013

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