Bibliotheken fusionieren

Landesverband Lippe und Lippische Landeskirche haben Vertrag unterzeichnet

Verbandsvorsteherin Anke Peithmann und Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann bei der Vertragsunterzeichnung in Lemgo in Schloss Brake. Im Hintergrund: Notar Wolfgang Stückemann.

Kreis Lippe/Detmold, 07. Februar 2013. Die Lippische Landesbibliothek und die Theologische Bibliothek der Lippischen Landeskirche fusionieren ihren Buch- und Medienbestand. Den Vertrag hierfür haben Landesverbandsvorsteherin Anke Peithmann und Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann heute im Schloss Brake in Lemgo unterzeichnet.

Damit überträgt die Lippische Landeskirche die Theologische Bibliothek und Mediothek an den Landesverband Lippe zur dauerhaften Aufbewahrung in der Lippischen Landesbibliothek. „Auf diese Weise soll gewachsenes, lippisches kirchliches Kulturgut in Detmold dauerhaft erhalten werden, benutzbar sein, gepflegt und ergänzt werden“, kommentiert Dutzmann den Schritt. „Wir sind überzeugt, dass die Kunden der Theologischen Bibliothek und Mediothek, die zurzeit ihren Standort noch in der Seminarstr. 3 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landeskirchenamt Detmold haben, von dieser Fusion profitieren, u. a. auch durch die längeren Öffnungszeiten der Landesbibliothek.“

Die Fusion erfolgt mit dem Umzug der Bestände. Betriebsbeginn soll im Laufe des Jahres sein. „Die Zusammenlegung des Bestandes der Bibliotheken in der Hornschen Str. 41 wird auch namentlich sichtbar werden“, kündigten Peithmann und Dutzmann zur Vertragsunterzeichnung an. „Der Buchbestand der Theologischen Bibliothek beträgt derzeit rund 20 Prozent des Buchbestandes der Lippischen Landesbibliothek“, erläutert Bibliotheksdirektor Detlev Hellfaier. Geplant sei, den zusammengeführten Bestand an aktueller theologischer und religionswissenschaftlicher Literatur in diesem Umfang im Freihandbereich zu präsentieren. Die Materialien der Mediothek werden an gut erreichbarer Stelle im Freihandbereich zugänglich sein.

„Fachlich wird die Bibliothek im theologisch-wissenschaftlichen Bereich durch einen Beirat der Lippischen Landeskirche begleitet, der im Einvernehmen mit uns die Grundzüge des Bestandsausbaus der Fachgebiete Theologie und Religionswissenschaften beschließt“, so Hellfaier weiter. Ein Bibliotheksbeauftragter der Landeskirche wird mit den Fachreferenten der Bibliothek die Literatur- und Medienauswahl abstimmen.

„Die Fusion der Bestände beider Bibliotheken ist ein großer Schritt zur langfristigen Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Detmold“, urteilt Peithmann. „Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Verbindungsbau zwischen der Landesbibliothek und der künftigen Bibliothek der Hochschule für Musik Detmold an der Hornschen Straße. Mit der Vereinigung aller drei Bibliotheken an einem Standort wird die Lippische Landesbibliothek ein wichtiger Baustein eines bedeutenden Wissenschaftszentrums.“

07.02.2013

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