Vortrag über Flüchtlinge

Schwarz-Schilling spricht in Detmold-Pivitsheide

Detmold. Zu einem Vortrag mit dem ehemaligen Bundesminister Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling (CDU) laden die ev.-ref. Kirchengemeinde Pivitsheide und die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. am Donnerstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr ein.

Prof. Schwarz-Schilling ist vielen noch als Bundesminister für Post und Telekommunikation bekannt (1982-1992).
Weniger bekannt ist, dass er sich schon viele Jahre mit der Situation in den der Nachfolgestaaten Jugoslawiens und der von dort gekommenen Flüchtlinge beschäftigt. Er war von 2006 bis 2007 Hoher Repräsentant und EU-Sonderbeauftragter für Bosnien und Herzegowina und ist 2007 für sein Engagement für die Menschenrechte dort mit dem hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Heute fördert er in vielen Fällen die Anliegen von „Pro Asyl“ und der „Gesellschaft für bedrohte Völker“. Außerdem hat er einzelne Flüchtlinge vertreten und dabei einschlägige Erfahrungen mit der deutschen Abschiebepraxis gemacht.


Prof. Schwarz-Schilling gilt inzwischen als ein sehr profilierter Kritiker der deutschen Asylpoltik und insbesondere der immer noch stattfindenden Abschiebungen von Roma in den Kosovo. In seinem engagierten Vortrag unter dem Titel “Abgeschoben ins Elend?“ plädiert er für humane Lösungen statt Abschiebungen und für eine integrationswillige Asylpolitik.

Zu diesem Vortrag laden die ev.-ref. Kirchengemeinde Pivitsheide und die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. gemeinsam ein. Der Hintergrund ist, dass auch in Detmold derzeit mehrere Roma-Familien leben, die in Zukunft von einer Abschiebung in den Kosovo bedroht sein könnten.
Der Vortrag mit Aussprache findet statt am Donnerstag, 25.10., 19.30 Uhr, im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Pivitsheide, Albert-Schweitzer Str. 80. Der Eintritt ist frei.
 

25.10.2012 Pfarrer Dieter Bökemeier, Flüchtlingsbeauftragter der Lippischen Landeskirche

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