Treibhausgase einsparen

Untersuchung von Gebäuden in Kirchengemeinden ist abgeschlossen

Kreis Lippe. Den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um ein Viertel zu verringern, ist das Ziel der Lippischen Landeskirche. Um dies zu erreichen, sind zum Auftakt seit Herbst vergangenen Jahres rund 100 Gebäude in Kirchengemeinden auf ihren Strom- und Heizenergieverbrauch untersucht worden.

Das Detmolder Niedrig-Energie-Instituts (NEI) war von der Lippischen Landeskirche beauftragt worden, Schwachstellen der Gebäude aufzuzeigen. 56.000 Euro kostete diese Begutachtung von Kirchen, Gemeindehäusern, Jugendzentren und Kindergärten, das Bundesumweltministerium beteiligte sich mit 28.000 Euro an der Klimaschutzmaßnahme.
Fachleute des NEI haben den aktuellen Zustand der Gebäude beurteilt, Einsparpotentiale beim Energieverbrauch aufgezeigt und Sanierungsmöglichkeiten empfohlen. Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche, freut sich, dass die Ergebnisse nun auf dem Tisch liegen: „Die Expertisen zeigen, dass die Gesamtemissionen dieser Gebäude von jährlich 1.400 Tonnen durch verschiedene Maßnahmen um 400 Tonnen jährlich reduziert werden können. Den Kirchengemeinden werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, um auf dieser Grundlage entscheiden zu können, welche Maßnahme sie umsetzen“. Dabei werde das Kosten-Nutzen-Verhältnis eine wichtige Rolle spielen: “ Was erbringt mit welchem finanziellen Aufwand welche Treibhausgas- und Kosteneinsparungen?“ Die Antwort hierauf können die Gemeinden in ihren Gebäudegutachten nachlesen.
Der ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden, in der die energetische Gebäudeuntersuchung im Herbst 2011 ihren Auftakt hatte, empfiehlt das NEI unter anderem für das Familienzentrum und das angrenzende Jugendheim eine Dämmung des Dachbodens und als möglichen zweiten Schritt eine Erneuerung der Fenster. Grob geschätzt würden beide Maßnahmen den jetzigen Energieverbrauch halbieren. Die Kirchengemeinde hat bereits unmittelbar nach der Begutachtung begonnen, die Vorschläge umzusetzen.
Die Lippische Landessynode hat auf ihrer Tagung im Juni weitere Maßnahmen beschlossen: als erstes sollen die Treibhausgasemissionen, die bei der landeskirchlichen synodalen Arbeit, bei Veranstaltungen und Dienstreisen jährlich anfallen und nicht vermieden bzw. reduziert werden können, ausgeglichen und so ein Beitrag zum Schutz des Klimas geleistet werden. Der jährliche Ausgleich soll durch Zahlung an den kirchlichen Kompensationsfonds Klima- Kollekte erfolgen.
 

06.08.2012

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