Seelische Hilfe im Unglücksfall

Notfallseelsorge Lippe zieht Bilanz

Kreis Lippe. Schwere Verkehrsunfälle, Hausbrände, Bahnunglücke: Die Notfallseelsorge Lippe leistet im Unglücksfall seelische Erste Hilfe. Im vergangenen Jahr wurde die Unterstützung der Notfallseelsorge, die im Auftrag der christlichen Kirchen tätig ist, 119 Mal angefordert.

Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (117 Einsätze) nahezu konstant geblieben (hier nicht mitgezählt die 37 zusätzlichen Einsätze aufgrund des Unglücks bei der Loveparade in 2010).
Im längeren Vergleich ist allerdings ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen: im Jahr 2008 waren es 92 Einsätze, im Jahr 2009 wurden die Notfallseelsorger zu 79 Einsätzen gerufen.
Christoph Pompe, Leiter der Notfallseelsorge Lippe, berichtete jetzt auf der Vollversammlung der ehrenamtlich tätigen Notfallseelsorger von den Einsätzen des vergangenen Jahres: In 60% ging es in 2011 demnach um die Begleitung bei häuslichen, jähen Todesfällen. Drei Todesfälle von jungen Menschen, deren Mitschülerinnen und Mitschüler vom Sterben ihrer Mitschüler informiert werden mussten, erforderten eine gute Abstimmung mit den Schulkollegien und der regionalen Schulberatung des Kreises Lippe.
Die insgesamt 24 Notfallseelsorger werden in Fortbildung und Supervision im Evangelischen Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche in Detmold unterstützt. Zehn spezielle Feuerwehrseelsorger und Feuerwehrseelsorgerinnen unterstützen vor und nach besonders belastenden Einsätzen die lippischen Feuerwehrkräfte.
Seit 1998 gibt es die Notfallseelsorge Lippe, die in enger Abstimmung mit den anderen Rettungskräften aus Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zusammenarbeitet.
 

16.02.2012

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