Wege gehen und sich bewegen lassen

Lehrer erhalten kirchliche Lehrerlaubnis für Evangelischen Religionsunterricht

Präses Michael Stadermann und Landespfarrer Andreas Mattke (von links) sowie Pfarrerin Heike Stijohann (rechts) freuten sich mit den Pädagogen.

Kreis Lippe/Bad Meinberg. Zwölf Lehrerinnen und Lehrer aus Westfalen und Lippe haben in einem Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche in Bad Meinberg die Vokation der Evangelischen Kirchen erhalten. Dabei handelt es sich um die kirchliche Lehrerlaubnis, die nach dem nordrhein-westfälischen Schulgesetz und der Vokationsordnung der Kirchen Voraussetzung ist, um Evangelischen Religionsunterricht an Schulen erteilen zu dürfen.

Lehrer aus evangelischen Freikirchen erhielten im Gottesdienst die Bestätigung für die Vokation in ihren Heimatgemeinden.
Eine intensive Arbeitswoche im Landeskirchenamt in Detmold unter der Leitung von Landespfarrer Andreas Mattke war der Berufung der Religionslehrerinnen und -lehrer vorausgegangen. Die Woche vertiefte Grundfragen des Religionsunterrichts, thematisierte die Zusammenarbeit von Staat und Kirche im Bereich der Schule und beschäftigte sich mit der besonderen Kirchengeschichte Lippes. Außerdem wurde der Vokationsgottesdienst inhaltlich vorbereitet.
Die Teilnehmer des Vokationskurses hatten den Gottesdienst unter das Leitwort „Wege“ gestellt. Landespfarrer Mattke führte in seiner Predigt aus, dass das Evangelium lehre, dass „niemand in seinem Leben allein unterwegs“ sei. Mattke ermutigte die Pädagogen, diese Überzeugung in ihre Schulen hineinzutragen und sie im Religionsunterricht zu verdeutlichen. Für die Schülerinnen und Schüler könne diese Botschaft bei der künftigen Lebensgestaltung hilfreich sein. „Gemeinsam unterwegs sein – das gibt unserem Leben eine beinahe vergessene, unvergleichliche Qualität. Denn der Weg, auf dem wir gehen, verbindet uns auf ganz ursprüngliche, elementare Weise mit dem, der sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“
Bei der Übergabe der Vokationsurkunden sagte Präses Michael Stadermann, dass sich in der Berufung das Vertrauen der Landeskirchen ausdrücke, dass der Unterricht entsprechend evangelischer Grundsätze erteilt werde. Präses Stadermann: „Den Weg zu den Schülerinnen und Schülern zu finden, ist gewiss nicht immer leicht.“ Zuweilen bräuchte es Geduld, die jungen Leute zu erreichen. Doch diese Geduld lohne sich, wenn man erkenne, dass die Schüler sich bewegen ließen.
Zu Lehrkräften des Fachs Evangelische Religionslehre wurden in Bad Meinberg berufen: Jasmin Adriaans, Clarissa Ast, Julia Bulwien, Christoph Dubbert, Elisabeth Giesbrecht, Irene Hageljans, Tanja Hermann, Johann Janzen, Anika Lüdemann, Katja Raschke, Cornelia Schokolow und Sven Weber.
 

05.10.2011

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