Neue Pfarrerin für Frauenarbeit

Brigitte Fenner versteht ihr neues Amt als Chance und Herausforderung

Kirchenrat Tobias Treseler, Superintendentin Claudia Ostarek, Pfarrerin Brigitte Fenner und Landespfarrer Horst-Dieter Mellies gestalteten neben anderen den Einführungsgottesdienst.

Kreis Lippe/Detmold. In einem festlichen Gottesdienst in der Detmolder Erlöserkirche ist Pfarrerin Brigitte Fenner am Freitag, 25. Februar, von Kirchenrat Tobias Treseler in das Amt als Pfarrerin für Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche eingeführt worden.

Etwa 200 Menschen, darunter Dr. Beate Blatz, Leiterin des Bundesdachverbandes Evangelischer Frauen in Deutschland (EFiD), besuchten den Gottesdienst und wünschten beim anschließenden Empfang im benachbarten Gemeindehaus der neuen Frauenpfarrerin Gottes Segen bei der Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben.
Brigitte Fenner ist für die Frauenarbeit der Landeskirche mit einem Stellenumfang von 25 Prozent tätig. Im Hauptamt ist sie seit 1998 Pfarrerin der ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden.
Ihrer Predigt legte sie das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden zu Grunde. Der begrenzte Stellenumfang sei im Blick auf die Frauenarbeit so anstößig und ungerecht wie die Verteilung der Recourssen im biblischen Text. Andererseits verstehe sie die Viertelstelle als besondere Herausforderung. „Schätze heben hat schon immer mehr Spaß gemacht, als das große Gejammer“, so Brigitte Fenner wörtlich. Sie werde sich bemühen, das ihr „gegebene Pfund zu mehren“. Die in ihrer Heimatgemeinde Heiden gesammelten Erfahrungen hätten sie gelehrt, dass trotz geringer werdender Mittel viel erreicht werden könne.
Die landeskirchliche Frauenarbeit sei nach wie vor notwendig, auch wenn in den zurückliegenden Jahren große Fortschritte erzielt worden seien. Frauen hätten viel an Selbstbewusstsein gewonnen. Dieser Zuwachs an Selbstsicherheit dürfe nicht aufs Spiel gesetzt, sondern müsse weiter in die Kirche eingebracht werden. Wiederum anspielend auf das Gleichnis sagte Frau Fenner: „Noch immer vergraben Frauen ihre Schätze zu oft selbst.“ Dies zu ändern, sei Aufgabe der Frauenarbeit. Das Amt der Frauenpfarrerin sei dafür das richtige Mittel. Brigitte Fenner: „Die Pfarrstelle besitzt ein großes Potenzial, wenn die vielen ehrenamtlich und hauptamtlich engagierten Frauen zusammen wirken.“
Ähnlich bewertete Beate Blatz den Stellenwert kirchlicher Frauenarbeit. Dort investiertes Geld sei „in die Zukunft investiertes Geld“, betonte die Dachverbandsleiterin.
Barbara Mattke, Vorsitzende des Leitungskreises der Evangelischen Frauenarbeit der Lippischen Landeskirche, freute sich sehr über die Berufung der neuen Frauenpfarrerin. Sie sei zuversichtlich, so Frau Mattke, dass Brigitte Fenners Wirken der Frauenarbeit neue Ideen und Impulse verleihen werde.
Tobias Treseler zollte Frau Fenner Respekt, trotz des begrenzten Stellenumfangs das Amt übernommen zu haben. Von der Frauenarbeit strahlten viele Impulse in die Landeskirche aus. Diese trügen dazu bei, die Kirche im positiven Sinne zu verändern, und auf diesen „Reichtum“ könne die Kirche nicht verzichten.

02.03.2011

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