„Tiefes und hohes Blech“

Bläsertag in Lemgo mit internationalen Referenten

Beim Lippischen Bläsertag gab Professor Frits Damrow den Trompetern Unterricht. Dabei kam auch das Ensemblespiel nicht zu kurz. Abends gestaltete der Musiker ein Konzert in der Kirche St. Marien.

Kreis Lippe/Lemgo. Gemeinsam musizieren und von hochkarätigen Gastreferenten lernen: 74 Männer und Frauen aus verschiedenen lippischen Bläserchören waren zum Lippischen Bläsertag nach Lemgo gekommen. Beim „Workshop für hohe und tiefe Instrumente“ in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde St. Johann übten sie mit den international renommierten Gastreferenten Professor Frits Damrow (Trompete) und Ingo Lahme (Posaune). Ein festliches Konzert für Trompete und Orgel in der Kirche St. Marien rundete die Veranstaltung ab. Eingeladen hatte der Posaunendienst in der Lippischen Landeskirche unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Kornmaul.

Die Blechbläser, zu denen Männer und Frauen aller Altersgruppen gehörten, begannen am Vormittag mit den Workshops. Dabei trainierten sie zum Beispiel Atmung, Ansatz und Spieltechnik. Auch das Ensemblespiel kam nicht zu kurz. Neue Posaunenwerke aus der Notensammlung „Tiefes und hohes Blech“ standen dafür zur Verfügung. Beim gemeinsamen Mittagessen und Kaffeetrinken bot sich zudem reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gastreferent Ingo Lahme war für die Posaunenbläser zuständig während sich Professor Frits Damrow um die Trompeter kümmerte.
Lahme ist seit dem Jahr 2000 festes Mitglied der NDR-Bigband. Auch in verschiedenen kleineren Formationen wie dem Trio „Nina Leni & nanorange“ ist der Musiker aus Brilon zu hören. Frits Damrow ist seit 1991 Solo-Trompeter im Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam. Zudem lehrt er als Professor für Trompete am Konservatorium von Amsterdam und an der Hochschule für Künste in Zürich. Eine Kostprobe seines Könnens gab der Niederländer beim anschließenden Konzert in der Kirche St. Marien in Lemgo. Gemeinsam mit der Organistin Annette Arnsmeier stimmte er Werke von Bach, Edvard Grieg oder Mozart an.
Mit der Resonanz auf den diesjährigen Lippischen Bläsertag sei er sehr zufrieden, zog Christian Kornmaul Bilanz: „74 Teilnehmer beim Workshop – das ist ein tolles Ergebnis.“ In den letzten Jahren seien im Schnitt um die 50 Bläser dabei gewesen. Kornmauls Angaben zufolge soll der Lippische Bläsertag 2011 unter dem Motto „Komponist live“ stehen. Dann wird der Kirchenmusiker Manfred Schlenker, Schöpfer zahlreicher Werke für Blasinstrumente, Einblicke in sein kreatives Schaffen geben.

09.11.2010

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