Gottesdienstpreis für Konfirmanden aus Detmold

Kassel/Detmold.(epd) Der Gottesdienstpreis 2010 der Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung geht nach Detmold-Berlebeck. Ausgezeichnet werde ein Konfirmandengottesdienst zum Thema Erinnern und Gedenken, der dort am 24. Januar gefeiert worden war, gab Stephan Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, am Donnerstag in Kassel bekannt. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert und wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres in Hannover verliehen.

Anlass für den von 20 Konfirmanden gestalteten Gottesdienst sei zum einen der 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gewesen, zum anderen ein im Jahr 2007 bei Detmold ausgerichtetes Jugendlager der rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend", erläuterte Jurymitglied Heidrun Dörken. Die Konfirmanden hätten sich der Frage gestellt, was Christen zum Thema Erinnern und Gedenken zu sagen hätten.

Der Gottesdienst habe eine große Resonanz in der kirchlichen und politischen Gemeinde gefunden, berichtete Gemeindepfarrerin Iris Opitz-Hollburg. Es seien Menschen aus der ganzen Stadt in die Kirche gekommen. Im Anschluss an den Gottesdienst habe es noch viele persönliche Gespräche zum Thema gegeben.

Die im Jahr 2007 gegründete Gottesdienststiftung finanziert neben dem Preis eine Arbeitsstelle Gottesdienst am Predigerseminar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar und baut zudem eine Datenbank mit innovativen Gottesdienstentwürfen auf. Sie hat einen jährlichen Etat von rund 40.000 Euro. Für den diesjährigen Preis hatten sich 30 Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.

25.03.2010 epd

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