Landeskirche beschließt Haushalt

Dr. Arno Schilberg: „Das Kleiner werden gestalten“

Kreis Lippe/Lage-Stapelage. Die Lippische Landessynode hat den Haushalt für die Lippische Landeskirche 2010 beschlossen. Er hat ein Volumen von rund 37 Millionen Euro.

Der Haushalt 2010 steht unter dem Zeichen sinkender Einnahmen aus der Kirchensteuer. Dr. Arno Schilberg, Juristischer Kirchenrat: „Die Wirtschafts- und Finanzkrise wirkt sich etwas zeitversetzt auf unsere Einnahmesituation aus. Hinzu kommen Steuergesetzänderungen, die sich ebenfalls negativ auswirken. Wir erwarten, dass unsere Kirchensteuern innerhalb von zwei Jahren um ca. 15 % gegenüber 2008 sinken werden.“ Zurzeit betrage das Minus fast 6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis habe 2008 noch bei fast 33 Mio. Euro gelegen. „Für 2010 rechnen wir nur noch mit 28 Mio. Euro.“ Trotz erheblicher Reduzierungen in vielen Bereichen sei erneut eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3 Mio. Euro erforderlich. (derzeitiger Stand: rund 16 Mio. Euro)
Auf der Ausgabenseite seien vor allem die Zahlungen für die Versorgungskasse in Dortmund belastend. Dr. Schilberg: „Für die Versorgung müssen wir mittlerweile ca. 21,7 % unserer für 2010 erwarteten Kirchensteuereinnahmen ausgeben. Diese Belastungen werden wir die nächsten Jahrzehnte zu tragen haben.“
Die demographische Entwicklung stelle sich so dar, dass der Gemeindegliederstand der Lippischen Landeskirche sich bis zum Jahr 2036 von derzeit noch rd. 190.000 voraussichtlich auf 125.800 vermindert haben werde. Im Zeitraum der letzten 16 Jahre sei die Zahl der Gemeindeglieder um 34.992 gesunken: „Durchschnittlich haben wir rd. 2.200 Gemeindeglieder in jedem Jahr verloren. Es gehe jetzt darum „das Kleiner werden“ zu gestalten und „mutig Entscheidungen“ zu fällen unter der Überschrift: „Wir wollen selbständig bleiben und machen unsere Hausaufgaben.“

24.11.2009

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