Reformierte Tradition neu entdecken

Pfarrkonferenz in Stapelage im Calvinjahr 2009

Die Pfarrerinnen und Pfarrer diskutierten im Calvinjahr 2009 über „Reformiert in Lippe“.

Kreis Lippe/Lage-Stapelage. Unter dem Motto „Komm, wir finden einen Schatz!“ beschäftigten sich am Montag, 20. April, rund 100 Pfarrerinnen und Pfarrer mit der reformierten Tradition der Lippischen Landeskirche. Im Tagungshaus Stapelage näherten sich Reformierte, aber auch Lutheraner dem Thema auf ungewöhnlichen Wegen.

Verschiedene Perspektiven und wechselnde Diskussionsrunden prägten den gemeinsamen Vormittag. Gastreferentin war Sabine Dreßler-Kromminga, Pfarrerin in der evangelisch-reformierten Gemeinde Braunschweig, eine „reformierte Stimme von außen“, wie Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann in seiner Begrüßung sagte.
Dreßler-Kromminga lud die Pfarrerinnen und Pfarrer zum Gespräch ins „Welt-Café“ – eine Stunde lang wurde in verschiedenen Runden und wechselnden Besetzungen unter anderem die Frage diskutiert, wie Pfarrerinnen und Pfarrer in ihren Gemeinden das reformierte Bekenntnis gestalten. Sabine Dreßler-Kromminga: „Wie erkennen andere, dass meine Gemeinde eine reformierte ist?“ Diskutiert wurde unter anderem über die Gestaltung des Gottesdienstraumes, das Bilderverbot, die Gemeindeleitung, das politische Engagement in der reformierten Kirche oder auch Vielfalt und Freiheit im reformierten Profil.
Drei Impulsvorträge beleuchteten das Thema „Reformiert in Lippe“ aus verschiedenen Perspektiven. So hob Jörg Deppermann, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Blomberg, das sehr gute Verhältnis zu den reformierten Blomberger Nachbargemeinden hervor.
Im Jubiläumsjahr sollten die Reformierten die Gelegenheit ergreifen, deutlich an Calvin zu erinnern. Er erzählte von überraschten Reaktionen zum geplanten Calvinabend im lutherischen Gemeindehaus in Blomberg und wünschte sich, dass in der überwiegend reformierten Lippischen Landeskirche „Rivalitäten keine Rolle spielen“.
Sabine Dreßler-Kromminga berichtete über lippische Begegnungen im Rahmen der Arbeit des Reformierten Bundes, in Arbeitskreisen zu Themen wie Frieden und Friedensethik, Ökumene, Eine Welt: „Mein Eindruck war immer, Lippe ist in diesen Themen gut aufgestellt.“ Und Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann stellte fest: „Reformiert sein ist etwas sehr Vielfältiges – aber meine Wahrnehmung ist: in allen Gemeinden gibt es die Konzentration auf das Wort der Heiligen Schrift.“

23.04.2009

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