Schutz des Sonntags

Erklärung der Lippischen Landessynode

Kreis Lippe/Lemgo. Die Lippische Landessynode hat eine Erklärung zum Schutz des Sonntags verabschiedet. Sie unterstützt diejenigen Landeskirchen, die auf juristischem Wege den Schutz des Sonntags als zentralen Inhalt des christlichen Glaubens und der christlichen Kultur erhalten wollen.

Sie bittet außerdem die Mitglieder der Lippischen Landeskirche Gottesdienste mitzufeiern, um zu zeigen, dass für Christen der Sonntag wichtig ist und dass die Mitte des Sonntages die Feier der Gottes­dienste ist. Die Synode sieht den Sonntag, der durch die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und die Feiertagsgesetze der Länder gesetzlich geschützt wird, in Gefahr: durch zunehmende Ladenöffnungszeiten an Sonntagen bis zu 8 Stunden, durch die Bäderregelung (z.B. in Bad Salzuflen), die es erlaubt, an 40 Sonntagen bis zu 8 Stunden zu öffnen und durch die Missachtung der geschützten Gottesdienstzeiten durch Sportvereine, Freizeit­industrie und Marketingstrategien ohne rechtliche Konsequenzen. Die Synode sei sich bewusst, „dass es Berufsgruppen gibt, die notwendige Dienste auch am Sonntag leisten müssen, das verlangt unseren Dank und Respekt.“
Der Sonntag als Tag, an dem Gott die Ehre gegeben werde durch Gottesdienst und Feste, durch Ruhen und Reden, sei wichtig. Der gemeinsame Sonntag sei auch wichtig für die Beziehungskultur, denn ein individueller freier Tag sei nicht der gemeinsame freie Tag aller: „Wer ihn abschafft, weil er dessen Sinn nicht mehr versteht, ihn als Wettbewerbshindernis be­trachtet und als verlorenen Arbeitstag verrechnet, verrechnet sich fundamental und bringt sich um seine Zukunft.“

25.11.2008

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