Tariferhöhung für 140.000 Mitarbeitende in Kirche und Diakonie beschlossen

Arbeitsrechtliche Kommission für Rheinland, Westfalen und Lippe hat entschieden

NRW. Die mehr als 140.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirche und Diakonie im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche erhalten mehr Geld. Das hat die Rheinisch-Westfälisch-Lippische Arbeitsrechtliche Kommission gestern (21.8.) in Dortmund beschlossen.

Ab Oktober 2008 werden die Entgelte um 50 Euro und zusätzlich 1,6 Prozent erhöht und ab September 2009 um 4,3 Prozent. Im April 2009 gibt es für die Mitarbeitenden eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro. Die wöchentliche Arbeitszeit wird ab Januar 2010 um eine halbe Stunde auf 39 Stunden erhöht. Nur für die kirchlichen Krankenhäuser bleibt es bei 38,5 Stunden.
Diese Regelungen entsprechen im Volumen dem Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst, in der Staffelung den Sonderregelungen für die kommunalen Krankenhäuser; allerdings um etwa ein dreiviertel Jahr versetzt.
Gleichzeitig hat die Kommission beschlossen, dass unter besonderen Voraussetzungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in einzelnen Einrichtungen gekürzt oder gestrichen werden kann.
Wie in den meisten evangelischen Landeskirchen wurde dieses Ergebnis im so genannten Dritten Weg in der paritätisch mit Vertreterinnen und Vertretern der Dienstgeber und der Dienstnehmer besetzten Arbeitsrechtlichen Kommission gefunden.

 

Hinweis an die Redaktionen: Die Landeskirchen und die Diakonie informieren die Medien in ihren Zuständigkeitsbereichen parallel über die Tariferhöhung. Mögliche Doppelsendungen an die Redaktionen bitten wir zu entschuldigen.

22.08.2008

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