„Kirche ist Raum geschenkter Freiheit“

Landesjugendpfarrer Peter Schröder eingeführt

Freuen sich über die Einführung von Landespfarrer Peter Schröder (2. v.links): Kirchenrat Andreas-Christian Tübler, Landespfarrer Horst-Dieter Mellies und Fritz Tibbe, landeskirchlicher Jugendbildungsreferent.

Kreis Lippe/Detmold. Peter Schröder ist am Sonntag, 15. Juni, in das Amt des Landesjugendpfarrers der Lippischen Landeskirche eingeführt worden. Im landeskirchlichen Referat Jugend-, Frauen- und Bildungsarbeit verantwortet er die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Ansprache zur Einführung im Gottesdienst in der Erlöserkirche am Markt hielt Kirchenrat Andreas-Christian Tübler.

Peter Schröder werde im Landeskirchenamt seinen Dienst tun, aber auch dort, „wo die Gruppe der Jugendlichen und der Jugendmitarbeiter zu finden ist: In den Ortsgemeinden, in den Formen, wo Jugendliche sich selbst und ihren Gott entdecken und dabei Vergewisserung, Trost und Hilfe brauchen“, sagte Kirchenrat Tübler. Kirchliche Jugendarbeit habe zum Ziel, die Welt und damit auch die Kirche zu verändern. „Sie kann es nur tun, wenn die Botschaft Jesu als befreiende Botschaft verstanden wird. Wenn deutlich wird, kirchliche Jugendarbeit weist in Richtung Freiheit den Weg.“ Dabei bedeute Freiheit nicht Beliebigkeit, aber das Zutrauen zu Gott, den Glauben ins Leben hineinzutragen, der Welt ein Hoffnungslicht aufzusetzen.

„Die Kirche ist ein Raum geschenkter Freiheit“, betonte auch Landesjugendpfarrer Peter Schröder in seiner Predigt und zitiert Paulus (Gal 5,1): „Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ Er wünsche sich von den Jugendlichen, aber auch von allen anderen, dies weiterzusagen: „Vor allem denen, die allzu feste Vorstellungen haben, wie wir als Christen leben sollen.“ Vom Zwang des biblischen Gesetzes seien wir durch den Glauben befreit. Er selbst habe sich schon oft gefragt: „Passe ich mit meinen Ansichten, Werten und meinem Lebensstil da rein – in die Jugendgruppe, die Gemeinde, das Pfarramt, oder jetzt in das Landeskirchenamt.“  Und er stellt fest: „Ich habe in der Kirche meinen Platz gefunden: der Raum der Freiheit ist groß genug.“

Peter Schröder kommt aus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bad Salzuflen, in der er neun Jahre lang als Gemeindepfarrer tätig war.

Zuvor war der 52-jährige Pfarrer in Schötmar und Augustdorf. Auf beiden Stellen war die Jugendarbeit ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

18.06.2008

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