Weidet die Herde Gottes!

Begrüßungstag für Kirchenälteste der Lippischen Landeskirche

Mehr als hundert Kirchenälteste waren der Einladung zum Begrüßungstag der Lippischen Landeskirche gefolgt.

Kreis Lippe/Lage-Stapelage. Die im Februar neu gewählten Kirchenältesten in den Gemeinden der Lippischen Landeskirche sind am Samstag, 5. April, von Vertreterinnen und Vertretern des Landeskirchenamts im Tagungshaus Stapelage begrüßt worden. Mehr als hundert Kirchenälteste aus ganz Lippe waren der Einladung gefolgt.

„Als Kirchenälteste treten Sie ein schönes Amt an“, sagte Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann zum Auftakt. Das solle auch mit dem Motto des Tages zum Ausdruck gebracht werden: „Weidet die Herde Gottes“ (1. Petr. 5,2). Das Kirchenältestenamt sei ein Hirtenamt und die Herde eines Hirten brauche Nahrung, Orientierung und Schutz: „Sie helfen mit, dass Menschen geistliche Nahrung bekommen, die im Leben und im Sterben trägt, dass Menschen in der Kirche Orientierung finden in Wertefragen, und dass Bedürftige, Arme und Flüchtlinge in unserer Kirche Schutz finden.“ Einige der neu gewählten Kirchenältesten seien durchaus Urgesteine im Amt, andere bräuchten viele Informationen für ihren neuen Dienst. Der juristische Kirchenrat Dr. Arno Schilberg gab erste Einblicke in die lutherische und reformierte Tradition der Lippischen Landeskirche sowie in ihre Struktur mit den Kirchenvorständen, die die Kirchengemeinden leiten, und der Synode, die die Gesamtkirche leitet. Er erläuterte weiterhin das Verhältnis von Kirche und Staat, das in der Verfassung definiert ist: „Es besteht keine Staatskirche“. Das heiße aber nicht, dass Staat und Kirche getrennt seien, ihr Verhältnis zueinander sei in Verträgen geregelt.

Der theologische Kirchenrat Andreas-Christian Tübler betonte die Bedeutung des Ehrenamtes: „Haupt- und ehrenamtliche Arbeit konkurrieren nicht, sondern sind aufeinander angewiesen. Sie brauchen einander, sind gleichwertig und unersetzbar.“ Er rief dazu auf, sich die Aufgaben des Amtes zuzutrauen: „Ich kenne viele, die Sorgen haben, ihr Amt nicht genügend ausfüllen zu können, weil sie denken, nicht genug Zeit zu haben, die Verantwortung zu groß sei oder an ihrer Eignung zweifeln. Solche Fragen muss man zulassen, sich aber davon nicht beirren lassen. Es ist ein schönes Amt, versehen mit Verheißung und Kraft, die von Gott kommt.“ 

Das Referat Jugend-, Frauen- und Bildungsarbeit der Lippischen Landeskirche hat eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für Kirchenälteste, aber auch andere Interessierte zusammengestellt. Diese Seminare befassen sich  unter anderem mit  Vermögens- und Finanzverwaltung, freiwilligem Kirchgeld, Meldewesen, Archivierung oder auch Umweltschutz. Mitarbeitende des Landeskirchenamtes stellten am Begrüßungstag ihre Arbeitsbereiche und Angebote für die Kirchengemeinden vor.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Bläserkreis des Posaunendienstes der Lippischen Landeskirche unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Kornmaul.

07.04.2008

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