„Verlängerter Arm der Familie“

25 Jahre Ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe

Erika Summa (rechts), Mitbegründerin der ÖKAH, mit ehrenamtlich Mitarbeitenden und dem gerne gesehenen Bücherwagen im Klinikum Detmold.

Detmold/Blomberg. Sie begleiten bei Arzt- und Behördengängen, sie machen Besorgungen oder lesen vor: die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Ökumenischen Krankenhaus- und Altenheimhilfe (ÖKAH) sind im Klinikum Lippe-Detmold sowie in neun Altenheimen in Detmold und Blomberg gerne gesehen. Inzwischen kann die ÖKAH auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

Mit einer Handvoll Mitarbeiterinnen im Detmolder Krankenhaus fing es an, heute sind insgesamt 78 Ehrenamtliche im Klinikum und in neun Altenheimen für kranke, alte und einsame Menschen da. „Wir sind der verlängerte Arm der Familie“ beschreibt Erika Summa, die von Anfang an mit dabei ist, die Tätigkeit der Ehrenamtlichen. Als Lotsen helfen die Mitarbeitenden der ÖKAH im Klinikum neuen Patienten bei der Aufnahme und begleiten sie auf ihre Zimmer, sie übernehmen kleine Besorgungen und helfen bei Behördengängen. Sie geben Schwer- und Schwerstkranken Beistand. Erika Summa: „Unser Schwerpunkt liegt im Gespräch“. Die Mitarbeitenden der ÖKAH haben das Gefühl, gerne gesehen zu sein. Nur selten komme es vor, dass jemand abweisend auf ihr Gesprächsangebot reagiere. Im Gegenteil, berichtet Annelen Dutzmann: „Der Gesprächsbedarf ist ungeheuer groß, die Schwerstkranken sind bereit sich zu öffnen und zu erzählen, viele wollen offenbar auch ihre Familien nicht belasten.“ Ein weiterer wichtiger Baustein der ÖKAH ist der Bücherwagen. Susanna Krantz bringt den Patienten spannende oder lehrreiche Lektüre ans Bett. 3000 Bücher hat sie mittlerweile im Angebot und zwar auch in verschiedenen Sprachen wie englisch, türkisch, russisch, niederländisch oder auch serbokroatisch. Doch nicht nur zu den Älteren kommen die Mitarbeitenden der ÖKAH, auch die Kinder haben sie im Blick. Das ist das Feld von Gerhild Gerhardt, sie weiß, was Kindern im Krankenhaus gut tut: „Ich versuche, den Kindern ihre Langeweile zu verkürzen, und manchmal tröste ich auch Eltern.“

Weitere Mitarbeitende der ÖKAH engagieren sich in Altenheimen. Hier sieht die Arbeit etwas anders aus als im Klinikum, berichtet Christel Twellmann: „Wir begleiten jeweils eine Person, wir sind wie ein Nachbar oder ein Verwandter“. Das bedeute aber auch, dass man als direkte Bezugsperson nicht einfach so aussteigen oder Termine verlegen könne. Und im Kreisaltenheim in  Blomberg, erzählt Erika Siemon, organisieren die Mitarbeitenden im wöchentlichen Wechsel mit dem Roten Kreuz einen Nachmittag mit Kaffeetafel und gemeinsamem Singen.

Was allen Mitarbeitenden der ÖKAH – ob nun im Klinikum oder in den Altenheimen in Detmold und Blomberg – ganz besonders am Herzen liegt, das ist der Wunsch nach neuen Helfern. Erika Summa: „Wir würden uns sehr über Menschen freuen, die sich bei uns engagieren wollen.“  Wer sich für die Arbeit der ÖKAH interessiert, kann sich an Erika Summa unter Tel.: 05231/933840 wenden.

19.10.2007

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